Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Bielefeld

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Bielefeld

    Recht viele Jobs in Wachstumsbranchen, Probleme für Lehrstellenbewerber

    Die Stadt Bielefeld belegt mit 49,4 Punkten Platz 252 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Bielefeld Platz 35 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Bielefeld punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Während bundesweit im Jahr 2005 nur 29,4 Prozent aller Menschen zwischen 55 und 65 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hatten, waren es in Bielefeld immerhin 32,8 Prozent. Bei der Altersbeschäftigungsquote erreicht die Stadt bundesweit Rang 57 und Platz 3 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen.
    • Recht hoch sind in Bielefeld die Einkommen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 28.749 Euro je Beschäftigtem (2005) liegt deutlich über dem Bundesschnitt von 25.822 Euro. Das bringt Platz 82.
    • Beim Anteil der Hochqualifizierten kommt Bielefeld auf Rang 86. Etwa 9,6 Prozent der Beschäftigten hatten im Jahr 2005 einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 7,5 Prozent.
    • Beim Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen steht Bielefeld recht gut da: 11,9 Prozent aller Arbeitnehmer in der Stadt waren im Jahr 2005 in solchen Branchen tätig. Dagegen waren es im Bundesschnitt nur 8,4 Prozent. Rang 74.

    Schwächen

    • Nur Platz 433 unter insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten erreicht Bielefeld bei der Investitionsquote. Während die kommunalen Investitionen im Jahr 2005 deutschlandweit 13,2 Prozent der Gesamtausgaben ausmachten, lagen sie in Bielefeld nur bei 1,9 Prozent.
    • Ungünstig stellte sich im Jahr 2004 der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Er lag bei 2 bezogen auf 1.000 Einwohner (Bundesschnitt 3,3). Rang 406.
    • Probleme haben Lehrstellensuchende in Bielefeld. Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 nur 89,6 Ausbildungsplätze. Bundesweit waren durchschnittlich 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Damit landet Bielefeld nur auf Rang 401 im INSM-Regionalranking.
    • Bielefeld hat Probleme, mit der Langzeitarbeitslosigkeit fertig zu werden. 45 Prozent aller Arbeitslosen in Bielefeld finden dauerhaft keinen Job. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote der Langzeitarbeitslosen bei 35,4 Prozent. Nur Rang 395.