Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Borken

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Borken

    Recht viele Lehrstellen, wenig Hochqualifizierte

    Der Landkreis Borken belegt mit 52,3 Punkten Platz 175 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Borken Platz 21 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Borken punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Borken erreicht beim Demografieindex Rang 12 im INSM-Bundesvergleich und Platz 1 in NRW. Der Kreis erreicht hier 142,9 Punkte und liegt damit deutlich über dem Bundesmittel von 100. Der Demografieindex ist ein Misch-Indikator, der mehrere Faktoren wie den Geburtenüberschuss oder den Anteil der unter 20-Jährigen an der Bevölkerung zusammenfasst und damit die Altersstruktur, aber auch die Wanderungsströme der Bevölkerung abbildet. 100 Punkte sind Bundesdurchschnitt.
    • Recht gute Bedingungen finden Lehrstellenbewerber im Landkreis Borken vor: 100 Nachfrager standen einem Angebot von 102,1 Ausbildungsplätzen gegenüber (2003). Im Bundesschnitt waren 96,8 Lehrstellen im Angebot. Rang 50.
    • Gut ist die Arbeitsplatzversorgung im Landkreis Borken. 64,4 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten dort im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 59,2 Prozent. Das bringt Rang 68.
    • Der Landkreis Borken hat eine schlanke Verwaltung. Statistisch kommen auf 100 Einwohner nur 0,92 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 44 bundesweit und Platz 2 in Nordrhein-Westfalen.

    Schwächen

    • Vergleichweise schwach schneidet der Landkreis Borken beim Anteil der Hochqualifizierten ab: Nur 4,7 Prozent aller Beschäftigten haben einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Im Bundesdurchschnitt sind es 7,5 Prozent. Nur Rang 348 im INSM-Regionalranking.
    • Unter dem Bundesdurchschnitt (29,4 Prozent) liegt im Landkreis Borken die Altersbeschäftigungsquote. Nur 27,9 Prozent aller Einwohner im Alter von 55 bis 65 Jahren haben dort einen Arbeitsplatz. Rang 313.
    • Die Produktivität der Wirtschaft im Landkreis Borken ist mit 49.084 Euro (2004) unterdurchschnittlich. Bundesweit erwirtschaftete jeder Erwerbstätige im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 53.331 Euro. Nur Rang 305.
    • 2005 wurden im Landkreis Borken 7.807 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 6.919 Delikte. Rang 302.