Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Gelsenkirchen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Gelsenkirchen

    Viele Jobs in Wachstumsbranchen, bei der Arbeitslosigkeit NRW-Schlusslicht

    Die kreisfreie Stadt Gelsenkirchen belegt mit 41,6 Punkten Platz 382 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Gelsenkirchen Platz 54 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Gelsenkirchen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Deutlich über Bundesniveau bewegt sich in Gelsenkirchen der Anteil der Beschäftigten, die in schnell wachsenden Branchen tätig sind: 13,4 Prozent aller Arbeitnehmer waren im Jahr 2005 in solchen Wachstumsbranchen angestellt. Im Bundesdurchschnitt belief sich die Quote nur auf 8,4 Prozent. Rang 52.
    • Recht gut sind in Gelsenkirchen im Bundesvergleich die Einkommen. Die Bruttlohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem belief sich im Jahr 2005 im Schnitt auf 29.742 Euro. Deutschlandweit waren es nur 25.822 Euro. Das bringt Rang 53 für die Stadt.
    • Besser als im Schnitt der Bundesrepublik ist die Produktivität der Wirtschaft in Gelsenkirchen. Im Jahr 2004 erbrachte ein Erwerbstätiger dort statistisch betrachtet eine Wirtschaftsleistung von 59.911 Euro. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Rang 72.
    • Noch leicht über Bundesdurchschnitt liegt Gelsenkirchen beim Anteil Hochqualifizierter. Im Jahr 2005 hatten 7,6 Prozent aller Beschäftigten in der Stadt einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss. Bundesweit waren es 7,5 Prozent. Rang 165 im INSM-Regionalvergleich.

    Schwächen

    • Nicht punkten kann Gelsenkirchen bei der Ausbildungsplatzdichte. Statistisch gab es in der Stadt im Jahr 2003 nur 82,1 Ausbildungsplätze für 100 Nachfrager. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Stellen im Angebot. Rang 433 und vorletzter Platz in NRW.
    • Unter Bundesniveau ist in Gelsenkirchen die Altersbeschäftigungsquote. Nur 22 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten im Jahr 2005 dort einen Job. Im Bundesschnitt liegt die Quote bei 29,4 Prozent. Rang 430 bundesweit und vorletzter Platz in NRW.
    • Hoch ist die Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen. Die Quote lag im Jahresmittel 2006 bei 21,6 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es 12,2 Prozent. Nur Rang 411 bundesweit und Schlusslicht in NRW.
    • Die kommunale Investitionsquote belief sich in Gelsenkirchen im Jahr 2005 nur auf 7,8 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag sie bei 13,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Rang 347.