Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Pinneberg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Pinneberg

    Hohe Produktivität, hohe Arbeitskosten

    Der Landkreis Pinneberg belegt mit 55,4 Punkten Platz 94 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Pinneberg Platz 3 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Pinneberg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Mit einer Produktivität von 67.703 Euro (2004) kommt der Kreis Pinneberg auf Platz 1 in Schleswig-Holstein und auf Rang 19 im Bundesvergleich. Im Bundesdurchschnitt erwirtschaftete ein Erwerbstätiger Waren und Dienstleistungen im Wert von 53.331 Euro.
    • Überdurchschnittlich schneidet der Kreis Pinneberg bei der Ausbildungsplatzdichte ab. Gute Voraussetzungen für Jugendliche, denn im Kreis gab es im Jahr 2003 102,3 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager (Bundesdurchschnitt 96,8). Rang 46 und Sieger im Bundesland Schleswig-Holstein.
    • Hoch ist im Kreis Pinneberg auch die Einkommensteuerkraft. Je Einwohner betrug der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer im Jahr 2004 295 Euro. Der Bundesdurchschnitt lag bei 216 Euro. Das bringt Rang 83.
    • Der Kreis Pinneberg punktet des Weiteren mit der Kaufkraft. Die Bruttolohnsumme je Einwohner lag 2005 bei 10.081 Euro (Bundesmittel: 8.523 Euro). Rang 66.

    Schwächen

    • Über Bundesniveau liegen im Kreis Pinneberg die Arbeitskosten, was aus Sicht der Unternehmen als Standort-Minus gilt. Im Kreis lagen diese 2004 bei 32.187 Euro je Arbeitnehmer (Bundesdurchschnitt: 30.561 Euro). Nur Rang 293.
    • 37 Prozent aller Arbeitslosen sind im Kreis Pinneberg Langzeitarbeitslose (2005). Damit erreicht der Kreis nur Rang 266. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Langzeitarbeitslosenquote bei 35,4 Prozent.
    • Unterdurchschnittlich ist im Kreis Pinneberg der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen: Nur 7,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent) aller Beschäftigten waren dort 2005 tätig. Rang 236.
    • Im Jahr 2005 wurden im Kreis Pinneberg statistisch betrachtet 7.669 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesmittel waren es 6.919. Das reicht nur für Rang 296.