Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Oberbergischer Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Oberbergischer Kreis

    Sicherste Region in NRW, hohe kommunale Schulden

    Der Oberbergische Kreis belegt mit 52,7 Punkten Platz 155 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Oberbergische Kreis Platz 17 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Oberbergische Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Recht schlanke Verwaltung: Statistisch kamen im Oberbergischen Kreis im Jahr 2004 0,92 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Bundesweit waren es nur 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner. Rang 45 bundesweit, Platz 3 in NRW.
    • Platz 1 in NRW erreicht der Oberbergische Kreis bei der Kriminalitätsstatistik. Im Jahr 2005 wurden dort 4.019 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesdurchschnitt: 6.919 Delikte. Rang 52 bundesweit.
    • Im Oberbergischen Kreis wird gut verdient. Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem lag dort im Jahr 2005 bei 28.580 Euro. Bundesdurchschnitt: 25.822 Euro. Rang 88.
    • 10,7 Prozent aller Beschäftigten im Oberbergischen Kreis arbeiteten im Jahr 2005 in schnell wachsenden Branchen. Im Bundesdurchschnitt waren es 8,4 Prozent. Rang 106.

    Schwächen

    • Hoch sind im Oberbergischen Kreis die kommunalen Schulden. Statistisch hatte jeder Einwohner im Jahr 2004 2.491 Euro zu schultern. Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro. Rang 405.
    • Über Bundesniveau liegen im Oberbergischen Kreis die Arbeitskosten: Ein Arbeitnehmer dort kostete sein Unternehmen im Jahr 2004 im Schnitt 32.614 Euro. Bundesmittel: 30.561 Euro. Rang 312.
    • Nicht punkten kann der Oberbergische Kreis mit seiner Ausbildungsplatzdichte: Statistisch gab es im Jahr 2003 dort nur 94,2 offene Stellen für 100 Nachfrager. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Nur Rang 312 für den Kreis.
    • Unter Bundesniveau liegt die kommunale Investitionsquote im Oberbergischen Kreis: Nur 8,0 Prozent der Gesamtausgaben wurden im Jahr 2005 dort investiert. Bundesdurchschnitt: 13,2 Prozent. Rang 344.