Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Euskirchen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Euskirchen

    Recht sicheres Pflaster, recht hohe kommunale Schulden

    Der Landkreis Euskirchen belegt mit 51,3 Punkten Platz 203 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Euskirchen Platz 27 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Euskirchen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Ausbildungsplatzdichte im Kreis Euskirchen bewegt sich über Bundesniveau: 100 Lehrstellenbewerber konnten dort im Jahr 2003 unter 102 Ausbildungsplätzen wählen. Bundesweit waren nur 96,8 Stellen im Angebot. Rang 57.
    • Mit 5.035 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner (2005) lebt es sich im Kreis Euskirchen sicherer als im Schnitt der Republik, wo man 6.919 Delikte je 100.000 Einwohner registrierte. Rang 124 für den Kreis bundesweit und Platz 4 innerhalb von NRW.
    • 3,7 Prozent aller Einwohner im Kreis Euskirchen waren im Jahr 2005 Empfänger von Arbeitslosengeld II. Im Bundesmittel lag die Quote bei 6 Prozent. Rang 137 bundesweit, Platz 5 in NRW.
    • Etwas schlanker als im Bundesdurchschnitt ist die Verwaltung im Kreis Euskirchen. Statistisch kamen im Jahr 2004 1,23 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden auf 100 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Rang 151.

    Schwächen

    • Recht hoch sind im Kreis Euskirchen die kommunalen Schulden. Statistisch entfallen auf jeden Einwohner 2.171 Euro (2005). Im Bundesdurchschnitt steht jeder Einwohner mit 1.438 Euro in der Kreide. Rang 387.
    • Nicht punkten kann der Kreis bei der Altersbeschäftigungsquote. Nur 28,1 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten dort im Jahr 2005 einen Job. Bundesdurchschnitt: 29,4 Prozent. Rang 308.
    • Recht niedrig ist im Kreis Euskirchen der Anteil Hochqualifizierter: nur 5,6 Prozent (2005). Im Bundesschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss. Nur Rang 281 für den Kreis.
    • 37,9 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Euskirchen waren im Jahr 2005 langzeitarbeitslos. Bundesdurchschnitt: 35,4 Prozent. Nur Rang 279 für den Kreis.