Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Erftkreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Erftkreis
Recht gute Lage am Lehrstellenmarkt, Investitionen unter Durchschnitt
Der Erftkreis belegt mit 52,9 Punkten Platz 147 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Erftkreis Platz 14 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Erftkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Überdurchschnittlich ist die Produktivität im Erftkreis. Ein Erwerbstätiger dort erbrachte im Jahr 2004 im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 65.798 Euro. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Das bringt dem Kreis Rang 25.
- Recht hoch sind im Erftkreis auch die Einkommen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort lag im Jahr 2005 bei 29.713 Euro je Beschäftigtem. Im Schnitt der Republik sind es nur 25.822 Euro. Rang 54 für den Kreis.
- Punkten kann der Kreis auch mit einer recht guten Ausbildungsplatzdichte: Im Jahr 2003 standen 100 Bewerbern statistisch 102 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Im Bundesdurchschnitt waren nur 96,8 Lehrstellen im Angebot. Rang 57 für den Kreis.
- Über Bundesniveau liegt im Erftkreis die Einkommensteuerkraft: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 dort auf 311 Euro. Bundesdurchschnitt: 216 Euro. Rang 58.
Schwächen
- Die Arbeitskosten im Erftkreis liegen mit 34.365 Euro je Beschäftigten (2004) deutlich über Bundesniveau. Bundesweit kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt 30.561 Euro. Nur Rang 371 für den Kreis.
- Die kommunale Investitionsquote im Erftkreis war mit 11,4 Prozent im Jahr 2005 niedriger als in Deutschland insgesamt (13,2 Prozent). Rang 263.
- Mit der Altersbeschäftigungsquote kann der Erftkreis ebenfalls nicht punkten: Nur 27,7 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Bundesdurchschnitt: 29,4 Prozent. Das reicht nur für Rang 321.
- Unter Bundesniveau bewegt sich auch die Gründungsdynamik im Erftkreis. Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen lag hier im Jahr 2004 nur bei 2,8 je 1.000 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner. Nur Rang 307 für den Kreis im INSM-Bundesvergleich.
