Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Ostholstein

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Ostholstein

    Niedrige Schulden, recht gute Gründungsdynamik, Lehrstellenmangel

    Der Landkreis Ostholstein belegt mit 47,7 Punkten Platz 288 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Ostholstein Platz 8 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Ostholstein punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt im Kreis Ostholstein die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. Jeder Einwohner steht dort rechnerisch mit 799 Euro in der Kreide (2004). Im Bundesmittel sind es 1.438 Euro. Rang 46 für den Kreis.
    • Gut schneidet der Kreis Ostholstein auch beim Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen ab. Dieser lag 2004 bei 4,2 je 1.000 Einwohner (Durchschnitt Bund: 3,3 je 1.000 Einwohner). Rang 80.
    • Im Kreis Ostholstein leistet man sich statistisch betrachtet 1,07 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Im Bundesdurchschnitt kommen 1,5 Staatsdiener auf 100 Einwohner. Damit belegt der Kreis Rang 91.
    • Vergleichsweise niedrig sind im Kreis Ostholstein die Arbeitskosten, was aus Unternehmenssicht als Standort-Plus zu werten ist. Sie lagen 2004 bei 26.738 Euro je Arbeitnehmer (Bundesdurchschnitt: 30.561 Euro). Rang 93.

    Schwächen

    • Kaum punkten kann der Kreis Ostholstein beim Anteil Hochqualifizierter: Nur 4,2 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2005) haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 7,5 Prozent. Rang 384.
    • Mäßig schneidet der Landkreis Ostholstein auch bei der Altersbeschäftigungsquote ab. 25,9 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren haben im Jahr 2005 einen Job (Schnitt Bund: 29,4 je 100 Einwohner). Nur Rang 377.
    • Schwierig sind die Bedingungen im Kreis Ostholstein für Jugendliche, die eine Ausbildungsstelle suchen. 2003 waren 100 Nachfrager statistisch betrachtet mit einem Ausbildungsplatzangebot von nur 93,1 Ausbildungsplätzen konfrontiert. Bundesweit waren 96,8 Plätze je 100 Nachfrager im Angebot. Rang 338 im INSM-Ranking.
    • Mit einem Einkommen am Arbeitsort im Jahr 2005 von 22.536 Euro je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem (Bundesmittelwert: 25.822 Euro) kommt der Kreis Ostholstein nur auf Rang 349.