Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Aachen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Aachen

    Hohe Ausbildungsplatzdichte, Probleme mit der Jobversorgung

    Die kreisfreie Stadt Aachen belegt mit 47,5 Punkten Platz 293 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Aachen Platz 46 unter 54 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Aachen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl aller Beschäftigten beträgt in Aachen 14,9 Prozent. Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent (2005) der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 18 deutschlandweit und Platz 2 landesweit.
    • In Aachen lag der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen im Jahr 2005 bei 15,4 Prozent. Bundesweit arbeiteten im Mittel lediglich 8,4 Prozent in boomenden Wirtschaftszweigen. Rang 23.
    • NRW-Sieger ist Aachen bei der Ausbildungsplatzdichte: 100 Nachfrager trafen dort statistisch betrachtet auf ein Angebot von 102,8 Ausbildungsplätzen (2003). Bundesweit waren nur 96,8 Stellen im Angebot. Rang 30 bundesweit.
    • 29.995 Euro betrug in Aachen das Einkommen je Beschäftigtem (2005). Im Bundesdurchschnitt lag die Bruttolohnsumme am Arbeitsort bei 25.822 Euro je Beschäftigtem. Rang 47.

    Schwächen

    • Mit 49,4 Prozent ist die Arbeitsplatzversorgung in Aachen unterdurchschnittlich. Bundesweit haben durchschnittlich 59,2 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren einen Job. Rang 424 bundesweit und Schlusslicht in NRW.
    • Die kommunale Investitionsquote betrug in Aachen im Jahr 2005 4,0 Prozent. Im Bundesdurchschnitt machten Investitionen 13,2 Prozent aller kommunalen Ausgaben aus. Rang 421.
    • Aachen ist mit 9.878 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner (2005) ein relativ unsicherer Ort. Im Bundesdurchschnitt wurden im vergangenen Jahr 6.919 Delikte angezeigt. Rang 375.
    • Aus Unternehmersicht gesehen sind geringe Arbeitskosten ein positiver Standortfaktor. In Aachen beliefen sich die Arbeitskosten auf 33.352 Euro und lagen somit oberhalb des Bundesdurchschnitts von 30.561 Euro (2004). Rang 335.