Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Friesland

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Friesland

    Lehrstellenmarkt über Bundesniveau, geringe Investitionen

    Der Landkreis Friesland belegt mit 47,1 Punkten Platz 299 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Friesland Platz 33 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Friesland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • 2003 kamen auf 100 Nachfrager 100,8 Ausbildungsplätze. Im Bundesschnitt waren 96,8 Plätze im Angebot. Damit erreicht der Landkreis Friesland Rang 7 in Niedersachsen und Rang 92 bundesweit.
    • 11,1 Prozent aller Friesländer arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen. Damit landet der Kreis im eigenen Bundesland wiederum auf Platz 7, im deutschlandweiten Vergleich kommt der Kreis Friesland auf Rang 96.
    • Die Arbeitskosten im Landkreis Friesland sind relativ niedrig: 28.103 Euro kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004. Damit erreicht der Kreis Rang 132 und unterbietet den Bundesdurchschnitt von 30.561 Euro deutlich.
    • Die kommunalen Schulden im Landkreis Friesland liegen noch leicht unter Bundesniveau: Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände erreichten im Jahr 2004 statistisch gesehen ein Niveau von 1.224 Euro je Einwohner - Rang 186. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1.438 Euro.

    Schwächen

    • Der Anteil Hochqualifizierter an allen Beschäftigten ist im Kreis Friesland gering. Nur 4,3 Prozent hatten 2005 einen Fachhochschul- oder einen Hochschulabschluss. Damit landet der Landkreis auf Rang 373 und unterschreitet den Bundesdurchschnitt von 7,5 Prozent deutlich.
    • Im Bundesvergleich werden viele Regionen schlanker verwaltet als der Kreis Friesland: 2004 kamen dort auf 100 Einwohner statistisch 1,95 öffentlich Beschäftigte - Rang 367. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener.
    • Die Kaufkraft im Kreis ist relativ gering: Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner lag im Jahr 2005 bei 7.186 Euro. Der Bundesdurchschnitt bewegte sich mit 8.523 Euro je Einwohner deutlich darüber. Damit kommt der Landkreis Friesland auf Rang 353.
    • Die Investitionsquote ist vergleichsweise niedrig. Der Anteil der kommunalen Investitionen an den Gesamtausgaben fiel im Jahr 2005 mit 10,6 Prozent eher gering aus. Deutschlandweit lag die Quote bei 13,2 Prozent. Das reicht nur für Rang 285.