Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Ammerland

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Ammerland

    Wenig Schulden, schlanke Verwaltung, wenig Hochqualifizierte

    Der Landkreis Ammerland belegt mit 50,4 Punkten Platz 229 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Ammerland Platz 16 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Ammerland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Kreis Ammerland hat man eine recht schlanke Verwaltung: Im Jahr 2004 kamen statistisch nur 0,98 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Rang 68.
    • Punkten kann der Kreis bei den Schulden: Statistisch hatte jeder Einwohner im Jahr 2004 eine Schuldenlast von nur 896 Euro zu tragen. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt war mit 1.438 Euro je Einwohner deutlich höher. Damit belegt der Kreis Ammerland Rang 70 unter allen Kreisen.
    • Bei der Arbeitsplatzversorgung schneidet der Kreis Ammerland relativ gut ab: Der Anteil der sozialversicherungspflichtig und der geringfügig Beschäftigten an allen Erwerbspersonen lag im vergangenen Jahr bei 63,8 Prozent. Der Bundesdurchschnitt betrug 59,2 Prozent. Das heißt Rang 85 im Vergleich.
    • Vergleichsweise sicher ist der Kreis Ammerland im Bundesvergleich: Im Jahr 2005 wurden dort 5.062 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 6.919 Delikte. Rang 125.

    Schwächen

    • Nur 4 Prozent aller im Kreis Beschäftigten waren 2005 hochqualifiziert, das heißt: Absolventen einer Fachhochschule oder einer Hochschule. Rang 396 im Bund, wo der Schniitt bei 7,5 Prozent lag, und Platz 43 in Niedersachsen.
    • Nur 5,2 Prozent aller im Kreis Beschäftigten arbeiteten 2005 in schnell wachsenden Branchen. Der Bundesdurchschnitt lag bei 8,4 Prozent. Nur Platz 349 für Ammerland bundesweit und Rang 38 in Niedersachsen.
    • Die Produktivität der Wirtschaft im Kreis ist vergleichsweise gering: 2004 erbrachte jeder Erwerbstätige im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 47.076 Euro. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Nur Rang 340.
    • Auch das Einkommen im Landkreis ist nicht hoch. Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigten lag bei 23.241 Euro. Der Schnitt aller 435 Kreise lag bei 25.822 Euro. Rang 328 im Vergleich.