Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Wilhelmshaven

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Wilhelmshaven

    Gute Wirtschaftsleistung, schwächste Gründungsdynamik Niedersachsens

    Die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven belegt mit 42,2 Punkten Platz 373 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt Wilhelmshaven Platz 45 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Wilhelmshaven punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Punkten kann Wilhelmshaven bei den kommunalen Schulden: Mit 658 Euro stand im Jahr 2004 jeder Einwohner in der Kreide. Bundesdurchschnitt bei den Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände: 1.438 Euro je Einwohner. Rang 23, Platz 5 in Niedersachsen.
    • Überdurchschnittlich ist auch die Produktivität der Wirtschaft in der Stadt: Jeder Erwerbstätige erwirtschaftete 2004 im Schnitt ein Bruttoinlandsprodukt von 60.561 Euro (Bundesmittel: 53.331 Euro). Platz 60 bundesweit. Rang 2 in Niedersachsen.
    • Komfortabel im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist die Situation für Lehrstellensuchende: 100 Interessenten standen 2003 statistisch gesehen 100,8 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Bundesweit waren im Schnitt nur 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Damit landet Wilhelmshaven im Bundesvergleich auf Rang 92, Platz 7 in Niedersachsen.
    • Leicht über dem Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent) ist in Wilhelmshaven auch der Anteil der Erwerbstätigen in schnell wachsenden Branchen: 2005 lag er bei 8,6 Prozent - Rang 157.

    Schwächen

    • Weit hinten liegt Wilhelmshaven dagegen beim Gründungsgeschehen. Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen lag hier im Jahr 2004 statistisch gesehen bei 1 je 1.000 Einwohner und damit weit unter dem Durchschnitt in Deutschland (3,3 je 1.000 Einwohner). Bundesweit Rang 430, Schlusslicht in Niedersachsen.
    • Vergleichsweise niedrig ist auch die Kaufkraft in Wilhelmshaven: Bei 6.176 Euro je Einwohner lag die Bruttolohnsumme am Wohnort 2005 - Rang 427. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt lag die Kaufkraft bei 8.523 Euro je Einwohner.
    • 7,4 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben wurden im Jahr 2005 investiert. Im Bundesdurchschnitt lag die Investitionsquote bei 13,2 Prozent. Nur Rang 354.
    • Schlecht ist auch die Arbeitsplatzversorgung: Nur 50,5 Prozent der Erwerbspersonen in Wilhelmshaven hatten 2005 einen Job (Bundesdurchschnitt 59,2 Prozent). Rang 413.