Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Emden

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Emden

    Starke Einkommen, schwaches Gründungsgeschehen

    Die kreisfreie Stadt Emden belegt mit 44,7 Punkten Platz 337 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt Emden Platz 42 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Emden punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Emdener haben ein relativ hohes Einkommen: 2005 belief sich die Bruttolohnsumme am Arbeitsort in der Stadt auf 30.305 Euro je Beschäftigtem. Bundesmittel: 25.822 Euro. Rang 3 in Niedersachsen und Platz 41 im Bund.
    • Auch das Bruttoinlandsprodukt in Emden ist vergleichsweise hoch: 2004 wurden Güter und Dienstleistungen im Wert von 33.390 Euro je Einwohner produziert. Bundesdurchschnitt: 24.805 Euro. Das reicht erneut für Platz 3 im eigenen Bundesland. Bundesweit kommt Emden damit auf Rang 60.
    • Rang 171 belegt Emden bei der Ausbildungsplatzdichte: 100 Nachfrager fanden dort im Jahr 2003 immerhin noch 99 Ausbildungsplätze vor, während bundesweit nur 96,8 Plätze im Angebot waren.
    • Emdens kommunale Investitionsquote lag im Jahr 2005 mit 21,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Damit kommt die Stadt auf Rang 38. In Niedersachsen reicht es für Platz 2.

    Schwächen

    • Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen: Emden kam 2004 nur auf einen Wert von 1,5 Punkten je 1.000 Einwohner, während der Bundesdurchschnitt bei 3,3 Punkten lag. Mit dieser schwachen Gründungsdynamik kommt die Stadt nur auf Platz 426 im INSM-Bundesvergleich sowie auf den vorletzten Platz in Niedersachsen.
    • Verwaltung: 2004 kamen in Emden auf 100 Einwohner statistisch 2,92 öffentlich Beschäftigte. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Nur Platz 419.
    • Die Arbeitskosten sind vergleichweise hoch: Sie lagen 2004 bei 38.214 Euro. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Emden erreicht damit nur Rang 416.
    • Nur 25,9 Prozent aller Einwohner zwischen 55 und 65 Jahren gingen 2005 in Emden einer Arbeit nach. Der Bundesdurchschnitt betrug 29,4 Prozent. Damit landet die kreisfreie Stadt bei der Altersbeschäftigungsquote nur auf Rang 382.