Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Ilm-Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Ilm-Kreis

    Viele Hochqualifizierte, große Verwaltung

    Der Ilm-Kreis belegt mit 41,4 Punkten Platz 387 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Thüringen belegt der Ilm-Kreis Platz 19 unter 23 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Ilm-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Vergleichsweise hoch ist im Ilm-Kreis der Anteil Hochqualifizierter: 11,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis haben einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Bundesweit sind es nur 7,5 Prozent. Damit belegt der Kreis Rang 50 im INSM-Ranking.
    • Recht hoch ist im Ilm-Kreis auch die kommunale Investitionsquote. Sie betrug im Jahr 2005 14,1 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Im Bundesmittel waren es nur 13,2 Prozent. Rang 182.
    • Über Bundesdurchschnitt bewegt sich der Ilm-Kreis bei der Kriminalität. Im Jahr 2005 wurden dort nur 5.463 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesweit waren es 6.919 Delikte. Rang 152.
    • Aus Unternehmersicht gilt es als Standort-Plus, wenn die Arbeitskosten niedrig sind. Im Kreis kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004 durchschnittlich 25.326 Euro. Im Bundesschnitt waren es 30.561 Euro. Rang 48.

    Schwächen

    • Schwach schneidet der Ilm-Kreis bei der Einkommensteuerkraft ab. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beläuft sich dort nur auf 76 Euro je Einwohner (2004). Zum Vergleich: Der bundesweite Mittelwert liegt bei 216 Euro je Einwohner. Rang 385.
    • Unterdurchschnittlich ist im Ilm-Kreis auch die Produktivität der Wirtschaft: Ein Erwerbstätiger erbrachte im Jahr 2004 eine durchschnittliche Wirtschaftsleistung von 44.162 Euro. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Rang 384.
    • Die Arbeitslosenquote im Ilm-Kreis lag mit 19,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2006 deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent. Nur Rang 375.
    • Der Ilm-Kreis leistet sich bezogen auf seine Einwohner eine recht große Verwaltung: Statistisch kommen auf 100 Einwohner 2,05 öffentlich Beschäftigte (2004). Im Bundesmittel sind es nur 1,5 öffentlich Beschäftigte. Rang 377 bundesweit, letzter Platz in Thüringen.