Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Erfurt
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Erfurt
Viele Hochqualifizierte, aber zu wenig Jobs
Die kreisfreie Stadt Erfurt belegt mit 45,1 Punkten Platz 332 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Thüringen belegt Erfurt Platz 9 unter 23 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Erfurt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Ein besonders hoher Anteil an Beschäftigten in der Thüringer Landeshauptstadt (17,8 Prozent, Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent) arbeitet in schnell wachsenden Branchen. Damit liegt Erfurt im Bundesvergleich auf Rang 11.
- Hoch ist in Erfurt auch der Anteil Hochqualifizierter. 14 Prozent der Beschäftigten haben einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Im Bundesschnitt sind es nur 7,5 Prozent (2005). Das bringt Rang 22 auf Bundesebene und Platz 3 im Freistaat.
- Bei den Einkommen kommt Erfurt mit 26.054 Euro je Beschäftigtem auf Platz 1 in Thüringen. Auch bundesweit (25.822 Euro je Beschäftigtem) ist das über Durchschnitt: Rang 199.
- Über Durchschnitt liegt in Erfurt die Altersbeschäftigungsquote: 31,6 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren haben einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesschnitt sind es nur 29,4 Prozent. Rang 101.
Schwächen
- Unter den Strukturproblemen im Osten leidet auch Erfurt: 2005 verzeichnete man 11,9 Arbeitslosengeld-II-Empfänger je 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt sind es 6,0 je 100 Einwohner. Rang 403.
- 2005 gab es in Erfurt 11.872 gemeldete Straftaten je 100.000 Einwohner. Im Bundesschnitt sind es nur 6.919 Delikte. Nur Rang 403.
- Unterdurchschnittlich ist in Erfurt die Produktivität. Das im Jahr 2004 erwirtschaftete BIP von 43.343 Euro je Erwerbstätigem (Bundesdurchschnitt 53.331 Euro) reicht nur für Rang 393.
- Unterdurchschnittlich schneidet Erfurt auch bei der Arbeitslosenquote ab. Sie betrug im Jahresdurchschnitt 2006 17,6 Prozent. Im Bundesschnitt waren es 12,2 Prozent. Nur Rang 351.
