Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Schönebeck

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Schönebeck

    Niedrige Arbeitskosten, mageres Bruttoinlandsprodukt

    Der Landkreis Schönebeck belegt mit 39,0 Punkten Platz 410 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Schönebeck Platz 16 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Schönebeck punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Aus Unternehmenssicht sind niedrige Arbeitskosten ein Standortvorteil. Im Mittel 25.720 Euro kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Kreis im Jahr 2004. Bundesschnitt: 30.561 Euro. Rang 62 im INSM-Ranking.
    • 7,1 Prozent aller Beschäftigten im Landkreis Schönebeck haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss (2005). Damit liegt der Kreis nur leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 7,5 Prozent und erreicht Rang 200 im INSM-Ranking. In Sachsen-Anhalt liegt er damit auf Platz 10 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Bei der Produktivität steht die Wirtschaft im Kreis Schönebeck mit einer Wirtschaftsleistung von 46.997 Euro je Erwerbstätigem besser da als viele andere Regionen in Sachsen-Anhalt. In diesem Indikator erreicht der Kreis Rang 10 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten im eigenen Bundesland. Rang 341 im Bundesvergleich vermittelt aber auch einen Eindruck davon, was die Wirtschaft im Osten insgesamt noch aufzuholen hat.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist die Altersbeschäftigungsquote im Kreis Schönebeck. Statistisch betrachtet haben 23,6 je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren eine Beschäftigung (2005). Der Wert im Bundesdurchschnitt beläuft sich auf 29,4 Prozent aller Einwohner in dieser Altersgruppe. Daher nur Rang 419.
    • Der Landkreis Schönebeck verzeichnet ein recht mageres Bruttoinlandsprodukt. Im Jahr 2004 waren es 14.742 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt: 24.805 Euro. Nur Rang 414.
    • Hoch ist im Landkreis Schönebeck die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Auf 100 Einwohner kommen statistisch betrachtet 12,7 ALG-II-Empfänger (2005). Auf Bundesebene liegt die Quote bei 6 Prozent. Rang 417 für den Kreis Schönebeck.