Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Soltau-Fallingbostel

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Soltau-Fallingbostel

    Gute Wirtschaftsleistung, wenig Einkommensteuerkraft

    Der Landkreis Soltau-Fallingbostel belegt mit 49,7 Punkten Platz 245 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Soltau-Fallingbostel Platz 20 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Soltau-Fallingbostel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Sehen lassen kann sich die Produktivität im Kreis Soltau-Fallingbostel: Ein Erwerbstätiger im Kreis erbrachte im Jahr 2004 im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 56.562 Euro. Der Bundesdurchschnitt lag bei 53.331 Euro. Rang 124 im INSM-Ranking. Platz 6 in Niedersachsen.
    • Platz 147 erreicht der Kreis mit seiner Altersbeschäftigungsquote. Statistisch betrachtet hatte im Jahr 2005 30,7 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job (Bundesdurchschnitt 29,4 Prozent). In Niedersachsen bedeutet das Rang 9.
    • Mit niedrigen Arbeitskosten kann sich die Region als Unternehmensstandort empfehlen: Im Kreis Soltau-Fallingbostel kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004 durchschnittlich 29.108 Euro. Bundesdurchschnitt: 30.561 Euro. Rang 168.
    • Punkten kann der Kreis Soltau-Fallingbostel beim Demografieindex. Das ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung beschreibt. Mit 108,3 Punkten im Jahr 2005 steht der Kreis besser da als der Bundesdurchschnitt (100 Punkte). Rang 170.

    Schwächen

    • Nachholbedarf hat der Kreis bei den Hochqualifizierten: 2005 hatten gerade mal 3,9 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss in der Tasche. Rang 399. Zudem: vorletzter Platz in Niedersachsen. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Anteil Hochqualifizierter bei 7,5 Prozent.
    • Mäßig schneidet der Kreis auch bei der kommunalen Investitionsquote ab. Diese lag im Jahr 2005 bei 7,3 Prozent der Gesamtausgaben (Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent). Rang 361.
    • Die Zahl der Straftaten im Kreis liegt über Bundesniveau: 2005 wurden hier 7.986 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet (Bundesdurchschnitt 6.919). Rang 310.
    • Mit einem Gemeindeanteil von 183 Euro je Einwohner im Jahr 2004 landet der Kreis bei der Einkommenssteuerkraft auf Platz 304. Bundesdurchschnitt: 216 Euro je Einwohner.