Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Jerichower Land
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Jerichower Land
Beste Gründungsdynamik in Sachsen-Anhalt, wenig Einkommensteuerkraft
Der Landkreis Jerichower Land belegt mit 42,7 Punkten Platz 363 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Jerichower Land Platz 7 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Jerichower Land punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Beim Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen steht der Kreis Jerichower Land gut da. Mit 5,6 je 1.000 Einwohner lag der Saldo im Jahr 2004 deutlich über dem Bundesdurchschnitt (3,3). Rang 13 im INSM-Ranking und Platz 1 in Sachsen-Anhalt.
- Aus Unternehmenssicht ist es ein Standort-Plus, wenn die Arbeitskosten niedrig sind. Im Jerichower Land zahlte ein Unternehmer 25.119 Euro pro Arbeitnehmer (2004). Bundesweit waren es 30.561 Euro. Damit belegt der Kreis Rang 39.
- Statistisch gesehen kamen im Jahr 2004 im Kreis Jerichower Land auf 100 Einwohner 1,35 öffentlich Beschäftigte. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1,5 Staatsdienern. Rang 216.
- Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände lag im Jahr 2004 bei 1.208 Euro je Einwohner im Kreis. Im Bundesschnitt steht jeder Einwohner mit 1.438 Euro in der Kreide. Platz 177 im INSM-Ranking.
Schwächen
- Unterdurchschnittlich ist im Kreis der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Der Wert lag 2005 bei 4,6 Prozent. Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent.
- Laut Statistik liegt das Einkommen im Kreis Jerichower Land bei 21.234 Euro je Beschäftigtem (2005). Das ist deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt (25.822 Euro). Rang 387 im INSM-Ranking.
- Die Wirtschaft im Landkreis schwächelt bei der Produktivität. Die Wirtschaftsleistung von 47.111 Euro je Erwerbstätigem (2004) liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 53.331 Euro. Rang 339 für den Kreis.
- Mit einer Einkommensteuerkraft von 94 Euro je Einwohner im Jahr 2004 belegt der Kreis Rang 348. Zum Vergleich: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer liegt im Bundesdurchschnitt bei 216 Euro.
