Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Bördekreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Bördekreis
Hohe Investitionsquote, niedrige Einkommen, wenig Jobs in Wachstumsbranchen
Der Bördekreis belegt mit 43,0 Punkten Platz 359 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Bördekreis Platz 6 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Bördekreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Punkten kann der Bördekreis bei der kommunalen Investitionsquote. Sie lag im Jahr 2005 bei 18,7 Prozent der Gesamtausgaben. Auf Bundesebene beläuft sich die Quote auf 13,2 Prozent. Rang 74 im INSM-Ranking.
- Ein weiteres Plus kann der Bördekreis bei den kommunalen Schulden vorweisen. Im Landkreis ist die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände gering. Statistisch betrachtet war im Jahr 2004 jeder Einwohner mit 890 Euro im Minus. Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro. Damit belegt der Kreis Rang 67 bundesweit und Platz 1 in Sachsen-Anhalt.
- Aus Unternehmenssicht sind niedrige Arbeitskosten ein Standortvorteil. Der Bördkreis belegt hier Rang 75. Ein Unternehmer muss im Kreis durchschnittlich 26.084 Euro für einen Arbeitnehmer aufbringen (2004). Bundesweit sind es 30.561 Euro.
- Auch die Altersbeschäftigungsquote schneidet im Vergleich sehr gut ab. Statistisch gesehen haben 30,5 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren eine Arbeit (2005). Auf Bundesebene sind es 29,4 Personen. Rang 161.
Schwächen
- Vergleichsweise niedrig ist das durchschnittliche Einkommen im Kreis. Im Jahr 2005 waren es 20.852 Euro je Beschäftigtem. Im Bundesdurchschnitt lag die Bruttolohnsumme am Arbeitsort bei 25.822 Euro je Arbeitnehmer. Der Bördekreis kommt daher auf Rang 395.
- Unterdurchschnittlich ist im Bördekreis der Anteil der Arbeitnehmer in schnell wachsenden Branchen: 4,6 Prozent (2005). Der Bundesschnitt ist fast doppelt so hoch: 8,4 Prozent. Rang 381.
- Eine hohe Langzeitarbeitslosenquote sorgt dafür, dass der Kreis in dieser Kategorie nur Rang 380 belegt. 43,7 Prozent aller Arbeitslosen waren von anhaltender Arbeitslosigkeit betroffen (2005). Zum Vergleich: Der Wert im Bundesdurchschnitt lag bei 35,4 Prozent.
- Unter dem Bundesschnitt liegen auch der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen. Im Bördekreis liegt der Wert bei 2,4 je 1.000 Einwohner (2004). Im Bundesmittel liegt er bei 3,3. Rang 353 im INSM-Ranking.
