Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Aschersleben-Staßfurt

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Aschersleben-Staßfurt

    Niedrige Arbeitskosten, schwache Einkommensteuerkraft

    Der Landkreis Aschersleben-Staßfurt belegt mit 37,2 Punkten Platz 421 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Aschersleben-Staßfurt Platz 20 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Aschersleben-Staßfurt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Überdurchschnittlich ist die kommunale Investitionsquote im Kreis Aschersleben-Staßfurt. Im Jahr 2005 lag sie bei 15,4 Prozent. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt betrug 13,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Rang 154 für den Kreis.
    • Ein weiterer Pluspunkt ist der hohe Anteil Hochqualifizierter bei den Arbeitnehmern. 8,2 Prozent aller sozialpflichtig Beschäftigten hatten 2005 einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. In der ganzen Republik waren es 7,5 Prozent. Rang 138 im INSM-Ranking.
    • Besser als der Bundesdurchschnitt liegen die kommunalen Schulden im Landkreis: Nur 1.128 Euro muss jeder Einwohner rechnerisch schultern (2004). 1.438 Euro sind es auf Bundesebene. Rang 145 auf Bundesebene und Platz 2 in Sachsen-Anhalt.
    • Niedrige Arbeitskosten sind aus Unternehmenssicht ein Standortvorteil. Die Unternehmer im Kreis Aschersleben-Staßfurt mussten im Jahr 2004 26.308 Euro je Arbeitnehmer zahlen. Bundesweit lagen die Arbeitskosten im Schnitt bei 30.561 Euro. Rang 81 in der INSM-Untersuchung.

    Schwächen

    • Statistisch gesehen gibt es im Kreis 13,1 Arbeitslosengeld-II-Empfänger je 100 Einwohner (2005). Bundesdurchschnitt: 6 Prozent. Rang 423.
    • Weit unter dem Bundesdurchschnitt lag 2004 die Einkommensteuerkraft in Aschersleben-Staßfurt. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer betrug 76 Euro je Einwohner (2004). Bundesweit sind es 216 Euro je Einwohner. Rang 384 in der INSM-Untersuchung.
    • Verwaltung: Statistisch gesehen kamen im Kreis Aschersleben-Staßfurt im Jahr 2004 2,21 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener. Rang 393.
    • Der Kreis Aschersleben-Staßfurt liegt beim Demografieindex unter Durchschnitt: 56,8 Punkte (2005). Bundesmittel sind 100 Punkte. Dieser Sammelindikator beschreibt die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Alt und Jung heute und in Zukunft. Rang 409 innerhalb der Untersuchung.