Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Magdeburg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Magdeburg
Hohe Einkommen, viele Hochqualifizierte, Sorgen bei der Sicherheit
Die Stadt Magdeburg belegt mit 43,4 Punkten Platz 354 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt Magdeburg Platz 4 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Magdeburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Mit 16,6 Prozent ist der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen in Magdeburg fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent aller Arbeitnehmer). Das bringt die Landeshauptstadt auf Platz 17 im bundesweiten Vergleich und auf Platz 1 innerhalb Sachsen-Anhalts.
- Weit über dem Durchschnitt liegt in Magdeburg auch der Anteil Hochqualifizierter: 12,4 Prozent aller Beschäftigten haben dort einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Bundesweit sind es nur 7,5 Prozent. Rang 44 bundesweit und Platz 3 in Sachsen-Anhalt.
- Magdeburg punktet im Bundesvergleich auch beim Bruttoinlandsprodukt: Platz 145 für eine Wirtschaftsleistung von 25.534 Euro je Einwohner (2004). Damit liegt die Landeshauptstadt über dem Bundesmittel von 24.805 Euro. Platz 2 in Sachsen-Anhalt.
- Spitze in Sachsen-Anhalt sind die Einkommen in Magdeburg: 2005 verdiente man dort im Schnitt 25.053 Euro. Im Bundesmittel sind es 25.822 Euro. Rang 252 bundesweit, Platz 1 in Sachsen-Anhalt.
Schwächen
- Überdurchschnittlich viele Straftaten wurden im Jahr 2005 in der Landeshauptstadt gemeldet: 14.131 je 100.000 Einwohner. Bundesweit sind es nur 6.919 Delikte. Damit erreicht die Stadt nur Rang 428 im bundesweiten Vergleich und den letzten Platz in Sachsen-Anhalt.
- In Magdeburg kamen im Jahr 2004 statistisch betrachtet 2,02 Staatsdiener auf 100 Einwohner. Im Bundesschnitt waren es 1,5 öffentlich Bedienstete in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 374 im INSM-Ranking.
- Probleme hat Magdeburg bei den Langzeitarbeitslosen. Fast jeder zweite Magdeburger ohne Beschäftigung (48,1 Prozent, 2005) ist langzeitarbeitslos. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote bei 35,4 Prozent. Rang 423, Platz 22 (von 24) in Sachsen-Anhalt.
- Vergleichsweise hoch ist in Magdeburg auch der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger: 11,9 Prozent aller Einwohner bekamen im Jahr 2005 Arbeitslosengeld II. Im Bundesdurchschnitt sind es 6 Prozent. Rang 404.
