Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Saalkreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Saalkreis

    Sicherster Landkreis in Sachsen-Anhalt, hohe Schulden

    Der Saalkreis belegt mit 46,9 Punkten Platz 302 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Saalkreis Platz 2 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Saalkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Statistisch betrachtet haben im Saalkreis 32,5 je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen Job. Bundesweit beträgt die Altersbeschäftigungsquote 29,4 je 100 Einwohner. Rang 67 im INSM-Ranking.
    • Im Saalkreis hat man eine vergleichsweise schlanke Verwaltung. Statistisch betrachtet kommen dort 0,98 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner (2004). Im Bundesmittel sind es 1,5 je 100 Einwohner. Rang 71 bundesweit. 1. Platz in Sachsen-Anhalt.
    • Recht gut platziert ist der Saalkreis bei der Ausbildungsplatzdichte. Im Jahr 2003 gab es 98,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Im Bundesmittel waren es 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Rang 181 auf Bundesebene.
    • 4.968 Straftaten wurden im Kreis im Jahr 2005 bezogen auf 100.000 Einwohner registriert. Bundesdurchschnitt: 6.919 Delikte. Rang 120 bundesweit und Platz 1 in Sachsen-Anhalt

    Schwächen

    • Mäßig schneidet der Saalkreis bei der Quote der Hochqualifizierten ab. Der prozentuale Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss lag im Jahr 2005 bei 4,3 Prozent. Im Bundesdurchschnitt betrug er 7,5 Prozent. Rang 371.
    • Schlechter als der Bundesschnitt ist im Saalkreis die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. 2.262 Euro Schulden hatte jeder Einwohner 2004. 1.438 Euro waren es im Bundesdurchschnitt. Rang 394 bundesweit und letzter Platz in Sachsen-Anhalt.
    • Mit 5,4 Prozent ist im Saalkreis der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen niedrig. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,4 Prozent. Rang 335.
    • Die Menschen im Saalkreis müssen mit wenig Geld auskommen. Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je Beschäftigtem betrug 20.943 Euro im Jahr 2005. Im Bundesmittel waren es 25.822 Euro. Rang 394 im INSM-Ranking.