Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Merseburg-Querfurt

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Merseburg-Querfurt

    Höchste Produktivität in Sachsen-Anhalt, viele Langzeitarbeitslose

    Der Landkreis Merseburg-Querfurt belegt mit 41,7 Punkten Platz 381 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Merseburg-Querfurt Platz 10 unter 24 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Merseburg-Querfurt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Bei der Produktivität zeigt sich die Wirtschaft im Kreis Merseburg-Querfurt von ihrer besten Seite. Jeder Erwerbstätige erwirtschaftete dort im Jahr 2004 im Schnitt 64.317 Euro. Damit liegt die Produktivität deutlich über dem Bundesdurchschnitt (53.331 Euro). Rang 32 bundesweit und Platz 1 in Sachsen-Anhalt.
    • Platz 1 in Sachsen-Anhalt belegt der Kreis Merseburg-Querfurt auch beim Bruttoinlandsprodukt - der Wirtschaftsleistung je Einwohner. Diese lag im Jahr 2004 bei 26.256 Euro. Bundesdurchschnitt: 24.805 Euro. Rang 130 bundesweit.
    • Mit 11,4 Prozent war der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen 2005 überdurchschnittlich hoch. Die Quote des Landkreises übertrift damit den Bundesdurchschnitt von 8,4 Prozent. Rang 87 im INSM-Ranking.
    • Überdurchschnittliche Bildung zeigt sich im Landkreis Merseburg-Querfurt: 9,4 Prozent aller Beschäftigten im Landkreis hatte einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Damit liegt die Merseburger Quote der Hochqualfizierten fast 2 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent). Rang 95.

    Schwächen

    • Während im Bundesdurchschnitt die Quote der Arbeitslosengeld-II-Empfänger bei 6 je 100 Einwohner liegt, beträgt sie im Landkreis 12,6 Prozent (2005). Im INSM-Ranking bedeutet das nur Rang 415 für den Kreis.
    • Statistisch betrachtet hatten im Jahr 2005 26,5 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesschnitt lag die Altersbeschäftigungsquote bei 29,4 Prozent - Rang 362.
    • Unterdurchschnittlich ist die Kaufkraft im Kreis. Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort belief sich 2005 auf 7.094 Euro je Einwohner. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 8.523. Platz 363 im INSM-Ranking.
    • Mit einem Anteil von 45,2 Prozent Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen belegt der Landkreis Merseburg Rang 399 (2005). Bundesdurchschnitt: 35,4 Prozent.