Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Burgenlandkreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Burgenlandkreis

    Noch ordentliche Ausbildungsplatzdichte, hohe Arbeitslosigkeit

    Der Landkreis Burgenland belegt mit 37,0 Punkten Platz 424 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Burgenland Platz 22 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Burgenland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Ausbildungsplatzdichte: Mit statistisch betrachtet 97,7 Ausbildungsplätzen je 100 Nachfrager im Jahr 2003 liegt der Burgenlandkreis besser als der Bundesdurchschnitt (96,8 Ausbildungsplätze). Rang 223.
    • Aus Unternehmenssicht sind geringe Arbeitskosten ein Standort-Plus. Im Landkreis Burgenland zahlten Unternehmen im Mittel 24.708 Euro für einen Beschäftigten im Kreis (2004). Zum Vergleich: 30.561 Euro kostete ein Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber im Bundesdurchschnitt. Bundesweit Rang 25 und Platz 2 in Sachsen-Anhalt.
    • 7.055 gemeldete Straftaten je 100.000 Einwohner verzeichnete die Polizei des Kreises im Jahr 2005. Diese Zahl liegt zwar leicht über dem Bundesdurchschnitt (6.919 Delikte). Innerhalb Sachsen-Anhalts reicht das aber noch für Rang 8 unter 24 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten. Bundesweit Platz 267.

    Schwächen

    • Die Kaufkraft des Burgenlandkreises war mit 6.386 Euro je Einwohner (2005) gering und sorgt dafür, dass der Kreis Rang 416 im INSM-Ranking belegt. Die Bruttolohnsumme am Wohnort auf Bundesebene belief sich auf 8.523 Euro je Einwohner auf Bundesebene.
    • Der Burgenlandkreis hat eine sehr schwache Einkommensteuerkraft: Der Gemeindeanteil der Einkommensteuer belief sich 2004 auf 76 Euro je Einwohner. Rang 383. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnittswert lag bei 216 Euro.
    • Der Burgenlandkreis weist eine sehr hohe Arbeitslosenquote auf. Mit 23,6 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006) landet der Kreis auf Rang 420. Im Bundesschnitt lag die Arbeitslosigkeit bei 12,2 Prozent.