Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Halle (Saale)

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Halle (Saale)

    Viele Hochqualifizierte, schwache Gründungsdynamik

    Die Stadt Halle an der Saale belegt mit 42,4 Punkten Platz 368 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt Halle (Saale) Platz 8 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Halle (Saale) punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Weit über dem Bundesdurchschnitt liegt der Anteil der Hochqualifizierten der Stadt Halle (Saale). 13,9 Prozent der Beschäftigten konnten 2005 einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss vorzeigen. Auf Bundesebene waren es nur 7,5 Prozent (2005). Rang 23 bundesweit; Platz 1 in Sachsen-Anhalt.
    • Punkten kann die Stadt Halle mit einem Anteil von 14,8 Prozent an Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen (2005). Der Bundesdurchschnitt lag bei 8,4 Prozent. Rang 34 bundesweit, Platz 3 in Sachsen-Anhalt.
    • Ausbildungsplatzdichte: Statistisch betrachtet gab es im Jahr 2003 in Halle 98,9 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Im Bundesmittel waren es nur 96,8 Ausbildungsplätze. Rang 177.
    • Niedrige Arbeitskosten sind aus Unternehmenssicht ein Standort-Plus. Während auf Bundesebene ein Arbeitgeber 30.561 Euro für einen Beschäftigten ausgeben musste (2004), waren es in Halle nur 27.605 Euro. Rang 113 im INSM-Ranking.

    Schwächen

    • Unterdurchschnittlich ist der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen in der Stadt Halle. Im Bundesmittel liegt der Wert bei 3,3 je 1.000 Einwohner. In Halle liegt der Wert nur bei 1,6 (2004). Rang 423.
    • Eine weitere Strukturschwäche zeigt sich in Halle beim Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger. 13 von 100 Hallensern bekamen im Jahre 2005 Arbeitslosengeld II. Auf Bundesebene waren es lediglich 6 Empfänger. Rang 421.
    • Nachholbedarf hat die Stadt an der Saale bei der Produktivität: Im Schnitt erwirtschaftete dort ein Erwerbstätiger 42.319 Euro (2004). Bundesdurchschnittliche Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem: 53.331 Euro. Rang 408.
    • Deutlich höher als im Bundesdurchschnitt ist die Langzeitarbeitslosenquote in Halle: 45,8 Prozent aller Arbeitslosen sind dort langzeitarbeitslos. Bundesweit liegt die Quote bei 35,4 Prozent (2005). Rang 406.