Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Bitterfeld
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Bitterfeld
Bei der Ausbildungsplatzdichte auf Rang 3 in Sachsen-Anhalt
Der Landkreis Bitterfeld belegt mit 38,9 Punkten Platz 411 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt belegt der Landkreis Bitterfeld Platz 17 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Bitterfeld punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Kreis Bitterfeld haben 8,2 Prozent aller Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 7,5 Prozent. Rang 139 im INSM-Ranking, Rang 7 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten im eigenen Bundesland.
- Der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen liegt im Landkreis Bitterfeld mit 8 Prozent knapp unter dem Bundesmittel von 8,4 Prozent (2005). Rang 186 bundesweit. Platz 6 in Sachsen-Anhalt.
- Besser als anderswo sieht es im Landkreis Bitterfeld bei der Ausbildungsplatzdichte aus: Im Jahr 2003 gab es 99 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 96,8 Ausbildungsplätzen unter dem Bitterfelder Ergebnis. Rang 171. Platz 3 in Sachsen-Anhalt.
- Niedriger als im Bundesschnitt ist die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände im Landkreis Bitterfeld. Mit 1.249 Euro steht jeder Landkreisbewohner in der Kreide. 1.438 Euro je Einwohner sind es bundesweit. Rang 198. Rang 7 in Sachsen-Anhalt.
Schwächen
- Ein Strukturproblem hat der Kreis Bitterfeld beim Demografieindex. Dieser Index beschreibt die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft. Mit 42,8 Punkten (Bundesdurchschnitt: 100 Punkte) nur Rang 433 bundesweit und Rang 23 unter 24 Kreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt.
- Ein weiteres Problemfeld zeigt sich im Kreis Bitterfeld bei den Arbeitslosengeld-II-Empfängern. 2005 verzeichnete man 12,8 Empfänger je 100 Einwohner. Im Bundesschnitt waren es knapp die Hälfte: 6,0 Empfänger. Nur Rang 419.
- Beim Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen sieht die Lage im Landkreis nicht günstig aus: Der Wert liegt bei 2,1 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004. Im Bundesmittel liegt er bei 3,3. Das bringt nur Rang 396 im INSM-Ranking.
- Im Kreis Bitterfeld liegt die Bruttolohnsumme am Arbeitsort bei 21.054 Euro je Beschäftigtem (2005). Das bundesdurchschnittliche Einkommen lag bei 25.822 Euro je Beschäftigtem. Rang 391.
