Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Osterholz

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Osterholz

    Niedrige Arbeitskosten, recht viele Schulden

    Der Landkreis Osterholz belegt mit 52,0 Punkten Platz 184 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Osterholz Platz 11 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Osterholz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Osterholz empfiehlt sich mit recht niedrigen Arbeitskosten als Unternehmensstandort: Während bundesweit ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt 30.561 Euro kostet, sind es im Landkreis nur 27.219 Euro (2004). Das bringt Rang 102.
    • Auf Rang 133 schafft es der Landkreis Osterholz bei der Kaufkraft. Die durchschnittliche Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner beträgt im Kreis 9.154 Euro. Im Bundesmittel sind es 8.523 Euro.
    • Die im Landkreis Osterholz gemessene Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006) lag unter dem Bundesschnitt von 12,2 Prozent. Rang 147.
    • Im Landkreis Osterholz beziehen statistisch betrachtet 3,4 von 100 Einwohnern Arbeitslosengeld II. Bundesweit sind es 6 von 100 Einwohnern. Damit bringt es der Kreis auf Rang 122 im INSM-Bundesvergleich und sogar auf Platz 2 in Niedersachsen.

    Schwächen

    • Hinten (Rang 399) liegt der Landkreis Osterholz im Ranking beim Bruttoinlandsprodukt. Statistisch wurden hier im Jahr 2004 Güter und Dienstleistungen im Wert von nur 15.550 Euro je Einwohner erwirtschaftet. Im Bundesmittel waren es 24.805 Euro.
    • Ungünstig verhält sich im Landkreis Osterholz der Saldo aus Gewerbean- und abmeldungen: Bezogen auf 1.000 Einwohner haben sich hier im Jahr 2004 2,3 Gewerbebetriebe mehr angemeldet, als Unternehmen geschlossen worden sind. Bei einem Bundesschnitt von 3,3 bringt das nur Rang 366.
    • Im Landkreis Osterholz ist der Anteil Hochqualifizierter relativ gering. Bundesweit haben 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Dagegen sind es im Landkreis nur 4,8 Prozent. Rang 340.
    • Der Landkreis Osterholz hat einen hohen Schuldenberg: Jeder Einwohner müsste statistisch betrachtet 1.613 Euro aufbringen, um die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände im Kreis zu tilgen. Im Bundesmittel lag der Wert im Jahr 2004 bei 1.438 Euro. Nur Rang 306 im INSM-Regionalranking.