Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Sächsische Schweiz
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Sächsische Schweiz
Recht niedrige Schulden trotz recht hoher kommunaler Investitionen
Der Landkreis Sächsische Schweiz belegt mit 41,9 Punkten Platz 378 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt der Landkreis Sächsische Schweiz Platz 16 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Sächsische Schweiz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Überdurchschnittlich hoch ist die kommunale Investitionsquote im Landkreis Sächsische Schweiz mit 25,1 Prozent. Im Jahr 2005 stellten Investitionen im Bundesdurchschnitt 13,2 Prozent der kommunalen Ausgaben. Rang 10.
- 10,6 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Sächsische Schweiz sind hochqualifiziert (2005). Im Bundesdurchschnitt haben nur 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 60.
- Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände beliefen sich im Jahr 2004 statistisch betrachtet auf 999 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel waren es 1.438 Euro je Einwohner. Rang 100.
- Aus Unternehmenssicht betrachtet können niedrige Arbeitskosten als positiver Standortfaktor gelten. Im Landkreis Sächsische Schweiz betrugen diese im Jahr 2004 25.100 Euro je Arbeitnehmer. Bundesdurchschnitt: 30.561 Euro. Rang 38 im INSM-Regionalranking.
Schwächen
- Die Produktivität der Wirtschaft im Landkreis Sächsische Schweiz erreichte im Jahr 2004 ein Niveau von 39.228 Euro je Erwerbstätigem. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Rang 434.
- Im Landkreis Sächsische Schweiz belief sich das Einkommen im Jahr 2005 im Schnitt auf 20.999 Euro je Beschäftigtem. Bundesdurchschnitt: 25.822 Euro. Rang 392.
- Die Einkommensteuerkraft im Landkreis Sächsische Schweiz ist vergleichsweise niedrig: 75 Euro je Einwohner (2004). Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag bundesweit bei durchschnittlich 216 Euro je Einwohner. Rang 389.
- Unter Bundesniveau liegt die Kaufkraft im Landkreis Sächsische Schweiz: Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner lag hier im Jahr 2005 lediglich bei 7.017 Euro. Bundesdurchschnitt: 8.523 Euro. Rang 369.
