Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Lüneburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Lüneburg

    Gutes Gründungsgeschehen, recht schwache kommunale Investitionsquote

    Der Landkreis Lüneburg belegt mit 48,9 Punkten Platz 262 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Lüneburg Platz 26 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Lüneburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Gut steht der Landkreis Lüneburg beim Saldo der Gewerbean- und abmeldungen da: Ein Wert von 4,5 je 1.000 Einwohner im Jahr 2004 verweist auf eine Gründungsdynamik, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt (3,3) liegt. Damit kommt der Kreis in Niedersachsen auf Platz 4 und auf Rang 52 im Bundesvergleich.
    • Beim Demografieindex erreicht der Landkreis 122,5 Punkte. Bundesdurchschnitt sind 100 Punkte. Das bedeutet Platz 9 in Niedersachsen und Rang 85 unter allen Kreisen. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.
    • 9,1 Prozent aller im Kreis Lüneburg Beschäftigten arbeiteten in schnell wachsenden Branchen (2005). Im Bundesmittel sind es 8,4 Prozent. Der Kreis Lüneburg kommt damit auf Rang 143.
    • 7,1 Prozent aller Beschäftigten im Kreis Lüneburg sind Hochqualifizierte. Damit liegt der Kreis leicht unter dem Niveau der Bundesrepublik, wo 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss haben. Innerhalb des Bundeslandes Niedersachsen erreicht der Kreis aber einen achtbaren Platz 11 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Bundesweit rangiert er auf Platz 197.

    Schwächen

    • Über Bundesniveau ist der Kreis Lüneburg mit Verwaltung bestückt. 2004 kamen auf 100 Einwohner statistisch 1,85 öffentlich Beschäftigte in den Gemeinden und Gemeindeverbänden. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 1,5 Staatsdiener. Rang 352.
    • Die kommunale Investitionsquote im Kreis war im Jahr 2005 mit 8,2 Prozent relativ niedrig. Im Bundesdurchschnitt belief sie sich auf 13,2 Prozent der Gesamtausgaben. Rang 340.
    • Die Produktivität der Wirtschaft im Kreis Lüneburg liegt unter Bundesniveau. 2004 erwirtschaftete ein Erwerbstätiger im Kreis im Schnitt 48.469 Euro. Im Bundemittel lag die Produktivität bei 53.331 Euro. Platz 316.
    • 38,6 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis Lüneburg waren 2005 langzeitarbeitslos. Mit diesem Wert liegt der Kreis über dem Bundesschnitt von 35,4 Prozent. Rang 297.