Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Chemnitz
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Chemnitz
Viele Hochqualifizierte und die höchsten kommunalen Schulden in Sachsen
Chemnitz belegt mit 43,2 Punkten Platz 356 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Sachsen belegt Chemnitz Platz 6 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Chemnitz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- 16,3 Prozent aller Beschäftigten in Chemnitz waren im Jahr 2005 Hochqualifizierte. Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 15 bundesweit und Platz 3 in Sachsen.
- In Chemnitz beträgt der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen 15 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,4 Prozent. Rang 31 bundesweit, Platz 2 landesweit.
- Die Altersbeschäftigungsquote beläuft sich in Chemnitz auf 31,1 Prozent. Im Bundesdurchschnitt haben 29,4 von 100 Einwohnern im Alter von 55 bis 65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Rang 121.
- In Chemnitz beträgt das Bruttoinlandsprodukt 25.142 Euro je Einwohner (2004) und liegt hiermit über dem Bundesdurchschnitt von 24.805 Euro je Einwohner. Rang 156 deutschlandweit und Platz 3 in Sachsen.
Schwächen
- Beim Demografieindex erreicht Chemnitz 48,8 Punkte und belegt somit nur Rang 429 von 435 im INSM-Bundesvergleich. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung abbildet. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 100 Punkten.
- Mit 10.341 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner (2005) ist Chemnitz eine relativ unsichere Gegend. Im Bundesdurchschnitt werden 6.919 Delikte angezeigt. Rang 385.
- Die kommunalen Schulden in Chemnitz beliefen sich im Jahr 2004 statistisch betrachtet auf 2.066 Euro je Einwohner. Im Bundesdurchschnitt lagn die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände bei 1.438 Euro. Rang 374 bundesweit, Schlusslicht in Sachsen.
- Die Arbeitslosenquote in Chemnitz ist mit 18,2 Prozent (Jahresdurchschnitt 2006) im Bundesvergleich (12,2 Prozent) sehr hoch und bringt nur Rang 361 bundesweit sowie Platz 10 unter 29 Kreisen und kreisfreien Städten im Freistaat Sachsen.
