Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Rügen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Rügen

    Recht gutes Gründungsgeschehen, geringe Produktivität, wenig Einkommensteuerkraft

    Der Landkreis Rügen belegt mit 40,3 Punkten Platz 399 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt der Landkreis Rügen Platz 10 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Rügen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen betrug im Jahr 2004 im Landkreis Rügen 4,1 je 1.000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt lag der Saldo nur bei 3,3 je 1.000 Einwohner. Für den Kreis bedeutet das Rang 89.
    • Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche kommunale Investitionsquote 14,5 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben: Rang 176. Die bundesdurchschnittliche Investitionsquote belief sich auf 13,2 Prozent.
    • Im Landkreis Rügen waren im Jahr 2005 33,7 Prozent aller Arbeitslosen Langzeitarbeitslose. Im Bundesdurchschnitt waren es 35,4 Prozent: Bundesweit Rang 193, in Mecklenburg-Vorpommern Platz 2.
    • Sehr gering sind die Arbeitskosten im Landkreis Rügen: Mit 22.551 Euro kommt der Kreis bundesweit auf Rang 2. Im Jahr 2004 kostet ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Durchschnitt 30.561 Euro.

    Schwächen

    • Bei der Einkommenssteuerkraft belegt der Kreis Rügen nur Rang 425: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich dort im Jahr 2004 nur auf 61 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt sind 216 Euro je Einwohner.
    • Beim Demografieindex erreicht der Kreis nur 70,1 Punkte. Bundesmittel sind 100 Punkte. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Der Landkreis Rügen kommt hier bundesweit nur auf Rang 376.
    • Im Jahr 2005 kamen im Landkreis Rügen statistisch 10,4 Arbeitslosengeld-II-Empfänger auf 100 Einwohner. Deutschlandweit waren es 6 ALG-II-Empfänger. Das reicht nur für Rang 375 in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern kommt der Kreis damit aber auf Platz 4 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Schlecht schneidet Rügen bei der Produktivität ab: Im Jahr 2004 erwirtschaftete ein Erwerbstätiger im Durchschnitt 40.324 Euro. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 53.331 Euro. Das ergibt Rang 429.