Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Ostvorpommern

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Ostvorpommern

    Recht gute Gründungsdynamik, wenig Arbeitsplätze

    Der Landkreis Ostvorpommern belegt mit 37,8 Punkten Platz 417 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt der Landkreis Ostvorpommern Platz 14 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Ostvorpommern punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche kommunale Investitionsquote im Kreis 14,2 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben. Im bundesweiten Durchschnitt sind es nur 13,2 Prozent. Das bedeutet Rang 181.
    • Der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen (2004) im Kreis Ostvorpommern liegt bei 4 je 1.000 Einwohner. Im Durchschnitt beträgt der Saldo nur 3,3 je 1.000 Einwohner. Mit dieser vergleichsweise guten Gründungsdynamik erreicht der Kreis Rang 108.
    • Mit 7,8 Prozent liegt der Anteil Hochqualifizierter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten knapp über dem Bundesdurchschnitt von 7,5 Prozent. Das bedeutet Rang 155.
    • Vergleichsweise gering sind die Arbeitskosten im Landkreis Ostvorpommern: Mit 24.072 Euro erreicht der Kreis bundesweit Rang 9. Zum Vergleich: Im Bundesmittel kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen alles im allem 30.561 Euro (2004).

    Schwächen

    • Bei der Einkommensteuerkraft erreicht der Landkreis Ostvorpommern nur Rang 433 unter 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten: Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer belief sich dort im Jahr 2004 auf nur 55 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt sind 216 Euro.
    • Hoch ist auch die Arbeitslosenquote in Ostvorpommern. Mit 24,0 Prozent im Jahresdurchschnitt 2006 liegt der Landkreis auf Rang 422. Im bundesweiten Durchschnitt lag die Arbeitslosenquote bei 12,2 Prozent.
    • Bei der Produktivität erreicht der Landkreis Ostvorpommern nur Rang 431: Ein Erwerbstätiger erwirtschaftete im Jahr 2004 durchschnittlich nur 39.832 Euro. Das liegt weit unter dem Bundesdurchschnitt von 53.331 Euro.
    • Gering ist auch das Bruttoinlandsprodukt: Mit 13.892 Euro je Einwohner erreicht der Landkreis Ostvorpommern nur Rang 426. Die Wirtschaftsleistung je Einwohner in Deutschland beträgt im Durchschnitt 24.805 Euro je Einwohner (2004).