Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Müritz

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Müritz

    Hohe kommunale Investitionsquote, sehr wenig Lehrstellen

    Der Landkreis Müritz belegt mit 40,3 Punkten Platz 398 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt der Landkreis Müritz Platz 9 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Müritz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Jahr 2005 lag der Anteil der Investitionen an den kommunalen Gesamtausgaben im Landkreis Müritz bei 17,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag die Investitionsquote bei 13,2 Prozent. Rang 105.
    • Über Bundesniveau bewegt sich die Gründungsdynamik im Kreis. Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen betrug im Jahr 2004 3,7 je 1.000 Einwohner. Der durchschnittliche Saldo liegt bei 3,3. Damit liegt der Landkreis Müritz auf Rang 149.
    • Der Anteil Hochqualifizierter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im Jahr 2005 im Landkreis Müritz bei 7,7 Prozent: Rang 163. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt hatten 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss.
    • Mit 24.242 Euro im Jahr 2004 sind die Arbeitskosten im Landkreis Müritz vergleichsweise gering. Bundesweit erreicht der Landkreis damit Rang 14. Im Schnitt kostete ein Arbeitnehmer in Deutschland sein Unternehmen 30.561 Euro.

    Schwächen

    • Gering ist die Einkommensteuerkraft im Landkreis Müritz: Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer belief sich im Jahr 2004 nur auf 58 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel waren es 216 Euro. Der Kreis Müritz erreicht deshalb nur Rang 430.
    • Nur 3,9 Prozent der Beschäftigten arbeiten in schnell wachsenden Branchen. Im Bundesdurchschnitt sind es 8,4 Prozent. Das reicht nur für Rang 417.
    • Sehr gering ist auch die Ausbildungsplatzdichte im Landkreis Müritz: Im Jahr 2003 gab es nur 88 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Bundesdurchschnitt sind 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Das ergibt Rang 410.
    • Im Landkreis Müritz kommen auf 100 Einwohner statistisch 11,7 Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 6 ALG-II-Empfänger. Der Landkreis Müritz liegt damit auf Rang 401.