Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Güstrow

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Güstrow

    Hohe kommunale Investitionsquote, hohe Arbeitslosigkeit

    Der Landkreis Güstrow belegt mit 38,1 Punkten Platz 414 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt der Landkreis Güstrow Platz 13 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Güstrow punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die kommunale Investitionsquote im Landkreis ist hoch: Im Jahr 2005 betrug sie 16,8 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Das ist deutlich mehr als Bundesdurchschnitt von 13,2 Prozent. Rang 128 für den Kreis.
    • Der Anteil Hochqualifizierter unter den Beschäftigten liegt über Bundesniveau: Im Landkreis Güstrow haben 8,3 Prozent aller Arbeitnehmer einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss (Stand: 2005). Im Bundesmittel sind es nur 7,5 Prozent. Der Landkreis belegt damit Rang 133.
    • Der Kreis Güstrow verfügt über eine relativ schlanke Verwaltung. Im Jahr 2004 kamen auf 100 Einwohner nur 1,23 öffentlich Beschäftigte. Der Bundesdurchschnitt ist höher: 1,5 Staatsdiener. Rang 149.
    • Niedrig sind im Landkreis Güstrow die Arbeitskosten: Im Jahr 2004 kostete ein Arbeitnehmer dort sein Unternehmen im Durchschnitt 25.318 Euro. Bundesmittel: 30.561 Euro. Rang 46.

    Schwächen

    • Bei der Einkommensteuerkraft kann der Landkreis Güstrow nicht punkten: Mit einem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer von 61 Euro je Einwohner (2004) erreicht der Kreis nur Rang 426. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 216 Euro je Einwohner.
    • Hoch ist die Arbeitslosenquote: Im Jahresdurchschnitt 2006 waren 23,4 Prozent der Erwerbspersonen arbeitslos gemeldet, im Bundesmittel waren es nur 13,2 Prozent. Rang 419.
    • Mit einer Kaufkraft von 6.495 Euro je Einwohner im Jahr 2005 liegt man klar unterhalb des Bundesdurchschnitts. Deutschlandweit liegt die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner bei 8.523 Euro. Der Landkreis Güstrow kommt damit über Rang 404 nicht hinaus.
    • Die Arbeitsplatzversorgung - der Anteil der sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigten an den Erwerbspersonen - ist im Kreis vergleichsweise gering: 51 Prozent (Stand: 2005) bedeuten Rang 402. Im Bundesdurchschnitt haben 59,2 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren einen Job.