Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Wismar

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Wismar

    Hohe Investitionen, hohe Verschuldung

    Die Stadt Wismar belegt mit 40 Punkten Platz 408 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt Wismar Platz 11 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Wismar punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die kommunale Investitionsquote in Wismar ist hoch: Sie betrug im Jahr 2005 20,4 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Das reicht für Rang 46 im INSM-Bundesvergleich. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 13,2 Prozent.
    • Unter den Beschäftigten ist der Anteil Hochqualifizierter recht hoch: Mit 9,7 Prozent (Stand: 2005) liegt Wismar deutlich über dem Bundesmittel von 7,5 Prozent und belegt Rang 85.
    • Die Arbeitskosten lagen im Jahr 2004 mit durchschnittlich 27.684 Euro je Arbeitnehmer klar unter dem Bundesschnitt. Deutschlandweit kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Wismar kommt auf Platz 116.
    • Vergleichsweise viele Beschäftigte arbeiten in schnell wachsenden Branchen: In Wismar waren es im Jahr 2005 9,5 Prozent der Erwerbstätigen, im Bundesdurchschnitt nur 8,4 Prozent. Das bedeutet für die Stadt: Rang 137.

    Schwächen

    • Statistisch kamen in Wismar im Jahr 2004 4,27 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Der Bundesdurchschnitt ist deutlich niedriger: 1,5 Staatsdiener. Drittletzter Platz bundesweit und Schlusslicht in Mecklenburg-Vorpommern.
    • Hoch sind die kommunalen Schulden in Wismar. Statistisch gesehen steht jeder Einwohner mit 3.523 Euro in der Kreide. Im Bundesdurchschnitt lagen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände bei 1.438 Euro je Einwohner (2004). Das bringt nur Rang 432. Wismar ist zudem Schlusslicht in Mecklenburg-Vorpommern.
    • Schwach ist in Wismar auch die Gründungsdynamik: Der Saldo der Gewerbean- und abmeldungen lag dort im Jahr 2004 bei einem Wert von 1,7 je 1.000 Einwohner. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 3,3 je 1.000 Einwohner. Damit erreicht Wismar nur Platz 418. Zudem vorletzter Platz im eigenen Bundesland.
    • Der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger in der Stadt ist hoch. Auf 100 Einwohner kommen statistisch 12,7 ALG-II-Empfänger (Stand: 2005). Bundesweit kommen 6 ALG-II-Empfänger auf 100 Einwohner. Das bringt bundesweit nur Rang 418.