Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Schwerin
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Schwerin
Viele Jobs in Wachstumsbranchen, hohe Kriminalität
Die Stadt Schwerin belegt mit 43,6 Punkten Platz 351 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt Schwerin Platz 4 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Schwerin punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Mit einem Anteil von 15,3 Prozent arbeiten in Schwerin besonders viele Beschäftigte in schnell wachsenden Branchen (Stand: 2005). Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent. Das bringt bundesweit Rang 29, in Mecklenburg-Vorpommern ist man Spitzenreiter.
- Unter den Beschäftigten ist der Anteil Hochqualifizierter sehr hoch: Im Jahr 2005 waren es 11,6 Prozent. Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Die Stadt erreicht Rang 53.
- Das Bruttoinlandsprodukt in Schwerin bewegt sich über Bundesniveau: Im Jahr 2004 wurden dort je Einwohner Waren und Dienstleistungen im Wert von 28.587 Euro produziert. Der Bundesdurchschnitt liegt darunter: nur 24.805 Euro je Einwohner. Rang 94 bundesweit und Platz 2 in Mecklenburg-Vorpommern.
- Die Arbeitskosten in der Stadt beliefen sich im Jahr 2004 auf durchschnittlich 28.061 Euro je Arbeitnehmer. Das ist deutlich weniger als der Bundesschnitt von 30.561 Euro je Arbeitnehmer. Die Stadt rangiert damit auf Platz 130.
Schwächen
- 14,1 Prozent aller Einwohner in Schwerin waren im Jahr 2005 Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Im Bundesdurchschnitt waren es 6 Prozent. Rang 431 bundesweit und Platz 16 in Mecklenburg-Vorpommern.
- Die Zahl der Straftaten ist problematisch: Im Jahr 2005 wurden 14.035 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet, mehr als doppelt so viele wie durchschnittlich in der Bundesrepublik (6.919). Daher nur Rang 426 bundesweit und ein vorletzter Platz im Bundesland.
- Vergleichsweise schwach ist in Schwerin die Gründungsdynamik. Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen liegt nur bei einem Wert von 1,9 je 1.000 Einwohner (Stand: 2004). Im Bundesdurchschnitt beträgt der Wert 3,3. Platz 411.
- Die Produktivität der Wirtschaft liegt mit 43.274 Euro mehr als 10.000 Euro unter dem Bundesdurchschnitt. Ein Beschäftigter in Deutschland erbrachte im Jahr 2004 eine durchschnittliche Wirtschaftsleistung von 53.331 Euro. Schwerin erreicht hier nur Rang 397.
