Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Neubrandenburg

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Neubrandenburg

    Viele Jobs in Wachstumsbranchen, aber auch viele Sorgen am Arbeitsmarkt

    Die Stadt Neubrandenburg belegt mit 42,0 Punkten Platz 377 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt Neubrandenburg Platz 6 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Neubrandenburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Besonders hoch ist in Neubrandenburg mit 14,9 Prozent (Stand: 2005) der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Der Bundesdurchschnitt liegt nur bei 8,4 Prozent. Das bedeutet bundesweit Rang 33.
    • Der Anteil Hochqualifizierter unter den Beschäftigten ist recht groß. 10,3 Prozent haben dort einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss (2005). Der bundesdurchschnittliche Anteil Hochqualifizierter liegt bei 7,5 Prozent. Das bringt Rang 72.
    • Das Bruttoinlandsprodukt in Neubrandenburg ist vergleichsweise hoch. Je Einwohner wurden dort im Jahr 2004 Waren und Dienstleistungen im Wert von 29.363 Euro erstellt. Das ist der höchste Wert innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns und bringt der Stadt im INSM-Bundesvergleich Rang 86. Im Bundesschnitt liegt die Wirtschaftsleistung je Einwohner bei 24.805 Euro.
    • Niedrig, und damit aus Unternehmenssicht ein mögliches Standort-Plus, sind die Arbeitskosten in Neubrandenburg. Im Jahr 2004 kostete ein Arbeitnehmer in der Stadt sein Unternehmen durchschnittlich 27.683 Euro. Rang 115. Der Bundesdurchschnitt ist höher: 30.561 Euro je Arbeitnehmer.

    Schwächen

    • Die Langzeitarbeitslosigkeit in Neubrandenburg ist mit einem Anteil von 47,7 Prozent an allen Arbeitslosen sehr hoch. Die Stadt rangiert damit auf Platz 422. Mit 35,4 Prozent liegt der Bundesdurchschnitt deutlich darunter.
    • Hoch ist auch die Kriminalität in Neubrandenburg. Im Jahr 2005 wurden 13.074 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 6.919 Delikte. Rang 421.
    • Gering ist in Neubrandenburg die Ausbildungsplatzdichte: Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 statistisch nur 87,9 Ausbildungsplätze. Bundesdurchschnitt: 96,8 Ausbildungsplätze. Das bedeutet Rang 412.
    • Im Jahr 2006 waren in Neubrandenburg 21,0 Prozent der abhängigen Erwerbspersonen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt im Bundesschnitt bei 12,2 Prozent. Nur Rang 403 für die Stadt.