Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Greifswald

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Greifswald

    Viele Hochqualifizierte, recht geringe Produktivität

    Greifswald belegt mit 41,8 Punkten Platz 379 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern belegt Greifswald Platz 7 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Greifswald punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Anteil Hochqualifizierter unter den Beschäftigten ist besonders groß: 14,6 Prozent haben einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss (2005). Im Bundesdurchschnitt sind es nur 7,5 Prozent aller Beschäftigten. Das bedeutet bundesweit Rang 20 für Greifswald.
    • Die Altersbeschäftigungsquote lag im Jahr 2005 mit 33,4 Beschäftigten je 100 Einwohner im Alter von 55-65 Jahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 29,4 Prozent. Greifswald kommt damit auf Rang 42.
    • Hoch ist auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 11,5 Prozent im Jahr 2005 bringen bundesweit Rang 81 und Platz 5 von 18 Kreisen und kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Vergleich: Der Bundesschnitt liegt nur bei 8,4 Prozent.
    • Die Arbeitskosten in Greifswald sind vergleichsweise gering: Im Jahr 2004 kostete ein Arbeitsplatz im Durchschnitt 26.906 Euro. Rang 97. Im Bundesmittel kostetete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro.

    Schwächen

    • Eher gering ist die Produktivität der Wirtschaft in Greifswald: Jeder Erwerbstätige erbringt hier durchschnittlich eine Wirtschaftsleistung von 40.871 Euro (2004). Das reicht nur für Rang 424. Im Bundesdurchschnitt liegt die Produktivität bei 53.331 Euro je Erwerbstätigem.
    • Recht hoch ist die Kriminalität in Greifswald: Im Jahr 2005 wurden 12.415 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 6.919 Straftaten. Rang 409.
    • Die kommunale Investitionsquote lag in Greifswald im Jahr 2005 nur bei 9,2 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben. Mit einer Quote von 13,2 Prozent liegt der Bundesdurchschnitt klar darüber. Greifswald kommt nur auf Platz 315.
    • Fast jeder zweite Arbeitslose in Greifswald (48,5 Prozent) ist ein Langzeitarbeitsloser. Zum Vergleich der Bundesdurchschnitt: 35,4 Prozent. Rang 426.