Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Prignitz
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Prignitz
Zweitsicherster Kreis Brandenburgs, wenige Ausbildungsplätze
Der Landkreis Prignitz belegt mit 37,7 Punkten Platz 418 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt der Landkreis Prignitz Platz 15 unter 18 Kreisen. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Prignitz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen belief sich im Landkreis Prignitz auf 4,3 je 1.000 Einwohner (2004) und lag somit oberhalb des Bundesdurchschnitts von 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 73.
- Aus Unternehmenssicht gelten geringe Arbeitskosten als positiver Standortfaktor. Im Landkreis Prignitz betrugen die Arbeitskosten je Arbeitnehmer 25.526 Euro (2004). Im Bundesdurchschnitt kostete ein Beschäftigter sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 53 bundesweit und Platz 3 in Brandenburg.
- Im Landkreis Prignitz lag 2005 der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl der Beschäftigten bei 9,7 Prozent. Bundesweit hatten durchschnittlich 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 83.
- Mit 7.425 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner lag der Landkreis Prignitz 2005 zwar über dem Bundesdurchschnitt von 6.919 Delikten je 100.000 Einwohner (Rang 282 bundesweit), ist damit allerdings jedoch der zweitsicherste Kreis in Brandenburg.
Schwächen
- Im Landkreis Prignitz herrscht Mangel an Ausbildungsplätzen: Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 statistisch gesehen lediglich 82,3 Ausbildungsplätze. Bundesweit standen durchschnittlich 96,8 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Rang 432 bundesweit und Schlusslicht in Brandenburg.
- Die Kaufkraft von 6.165 Euro je Einwohner im Landkreis Prignitz lag 2005 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 8.523 Euro. Rang 428 bundesweit, Schlusslicht in Brandenburg.
- Der Landkreis Prignitz erreichte beim Demografieindex 53,2 Punkte und belegt somit Rang 421. Dieser Sammelindikator bildet die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, ab. Der Bundesdurchschnitt lag hier bei 100 Punkten.
- Die Arbeitslosenquote des Landkreises Prignitz belief sich im Jahresdurchschnitt 2006 auf 21,4 Prozent. Das Bundesmittel lag bei 12,2 Prozent. Rang 410.
