Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Havelland
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Havelland
Gute Gründungsdynamik, wenig Lehrstellen
Der Landkreis Havelland belegt mit 44,0 Punkten Platz 345 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt der Landkreis Havelland Platz 7 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Havelland punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen belief sich im Landkreis Havelland auf 4,9 je 1.000 Einwohner (2004). Das Bundesmittel betrug 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 31.
- Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände lagen 2004 im Landkreis Havelland bei 885 Euro je Einwohner. Bundesweit bezifferten sie sich auf durchschnittlich 1.438 Euro je Einwohner. Rang 64.
- Der Landkreis Havelland erreichte beim Demografieindex Rang 188 im INSM-Bundesvergleich. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Der Kreis kam hier auf 105,9 Punkte und liegt somit etwas besser als der Bundesdurchschnitt von 100 Punkten.
- Aus Unternehmenssicht betrachtet sind geringe Arbeitskosten ein positiver Standortfaktor. Im Landkreis Havelland betrugen die Arbeitskosten 2004 24.611 Euro, im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 22 bundesweit.
Schwächen
- Im Landkreis Havelland herrscht Mangel an Ausbildungsplätzen: 100 Nachfrager sahen sich statistisch betrachtet einem Angebot von nur 82,4 Ausbildungsplätzen gegenüber (2003). Im Bundesdurchschnitt standen 96,8 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Rang 430.
- Das Bruttoinlandsprodukt des Landkreises Havelland lag 2004 mit 14.360 Euro je Einwohner deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 24.805 Euro je Einwohner. Rang 420 bundesweit und letzter Platz in Brandenburg.
- Im Landkreis Havelland betrug 2005 der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen 44,4 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es 35,4 Prozent. Rang 385.
- Lediglich 52,7 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren im Landkreis Havelland hatten 2005 eine Arbeitsstelle. Bundesweit waren durchschnittlich 59,2 Prozent aller Erwerbspersonen mit Arbeitsplätzen versorgt. Rang 374.
