Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder)
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder)
Niedrigste Verschuldung, wenig Jobs, viele Straftaten
Die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) belegt mit 41,0 Punkten Platz 391 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt Frankfurt (Oder) Platz 12 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Frankfurt (Oder) punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Punkten kann Frankfurt (Oder) bei den kommunalen Schulden: Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich auf 302 Euro je Einwohner (2004), der Bundesdurchschnitt liegt bei 1.438 Euro je Einwohner. Rang 1 bundesweit!
- In Frankfurt (Oder) ist der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl der Beschäftigten mit 12,6 Prozent überdurchschnittlich. Bundesweit haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Platz 3 in Brandenburg, Rang 38 bundesweit.
- Der Anteil von Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen liegt in Frankfurt (Oder) mit 13,2 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 8,4 Prozent. Platz 54 in Deutschland, Rang 3 in Brandenburg.
- Das Bruttoinlandsprodukt betrug in Frankfurt (Oder) 26.980 Euro je Einwohner (2004). Im Bundesdurchschnitt wurden je Einwohner Waren und Dienstleistungen im Wert von 24.805 Euro erwirtschaftet. Rang 120 bundesweit, Platz 3 landesweit.
Schwächen
- Frankfurt (Oder) hat Nachholbedarf bei der Sicherheit: Im Jahr 2005 wurden hier 16.376 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6.919 Delikten. Die Oder-Stadt belegt Rang 434 und ist damit Vorletzter im INSM-Regionalranking, zudem Schlusslicht in Brandenburg.
- Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen betrug in Frankfurt (Oder) nur 0,4 je 1.000 Einwohner (2004). Das Bundesmittel lag bei 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 432.
- Frankfurt (Oder) leidet an einer geringen Arbeitsplatzversorgung: Lediglich 48,8 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten 2005 eine Arbeitsstelle. Bundesweit waren es durchschnittlich 59,2 Prozent. Rang 427.
- Hoch ist in Frankfurt (Oder) der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger. 13,6 Prozent aller Einwohner sind Bezieher von Arbeitslosengeld II (2005). Im Bundesschnitt sind es 6,0 von 100 Einwohnern. Nur Rang 428.
