Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel

    Geringe Schulden, wenig Arbeit, viele Straftaten

    Die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel belegt mit 41,3 Punkten Platz 388 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Brandenburg belegt Brandenburg an der Havel Platz 11 unter 18 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Brandenburg an der Havel punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände liegen in Brandenburg an der Havel bei nur 531 Euro je Einwohner (2004). Der Bundesdurchschnitt beträgt 1.438 Euro je Einwohner. Rang 7 bundesweit und Platz 3 im Land Brandenburg.
    • In Brandenburg an der Havel ist der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl der Beschäftigten mit 9,4 Prozent überdurchschnittlich. Bundesweit haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 96.
    • Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen belief sich 2004 in Brandenburg an der Havel auf 3,9 je 1.000 Einwohner. Der Bundesdurchschnitt lag bei 3,3. Rang 118.
    • Aus Unternehmenssicht gelten geringe Arbeitskosten als positiver Standortfaktor. In Brandenburg an der Havel betrugen diese 27.864 Euro (2004). Im Bundesmittel kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro. Rang 122.

    Schwächen

    • Statistisch gesehen kommen in Brandenburg an der Havel 13,2 Arbeitslosengeld-II-Empfänger auf 100 Einwohner. Bundesweit sind es im Schnitt lediglich 6,0. Rang 426.
    • Brandenburg an der Havel liegt mit 13.036 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner (2005) deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Im Bundesdurchschnitt wurden nur 6.919 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Rang 419.
    • Die Arbeitsplatzversorgung ist in Brandenburg an der Havel mit 50,6 Prozent unterdurchschnittlich. Im Bundesdurchschnitt haben 59,2 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren einen Arbeitsplatz. Rang 410.
    • Mit 6.830 Euro je Einwohner ist die Kaufkraft in Brandenburg an der Havel vergleichsweise gering. Das Bundesmittel liegt bei 8.523 Euro je Einwohner. Rang 387.