Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Neu-Ulm

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Neu-Ulm

    Gute Jobversorgung, recht hohe Arbeitskosten

    Der Landkreis Neu-Ulm belegt mit 58,0 Punkten Platz 38 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Neu-Ulm Platz 18 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Neu-Ulm punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Gut ist die Arbeitsplatzversorgung im Landkreis Neu-Ulm: Im Jahr 2005 hatten 67,8 Prozent aller Erwerbspersonen einen Job. Im Durchschnitt sind es nur 59,2 Prozent. Damit kommt Neu-Ulm bundesweit auf Rang 9 und in Bayern auf Rang 3.
    • Mit einer Kaufkraft von 10.462 Euro je Einwohner (2005) belegt der Landkreis Rang 39. Die durchschnittliche Bruttolohnsumme am Wohnort lag im Bundesschnitt bei 8.523 Euro je Einwohner.
    • Im Landkreis Neu-Ulm kamen im Jahr 2005 statistisch 2,4 Arbeitslosengeld-II-Empfänger auf 100 Einwohner: Rang 59. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 6 Arbeitslosengeld-II-Empfängern je 100 Einwohner.
    • Schlanke Verwaltung: 2004 gab es im Kreis Neu-Ulm statistisch 0,96 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner. Bundesdurchschnitt: 1,5 Staatsdiener.

    Schwächen

    • Mit Arbeitskosten in Höhe von 33.862 Euro (2004) kommt der Kreis Neu-Ulm nur auf Rang 357. Im deutschlandweiten Durchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 30.561 Euro.
    • Nur 5,6 Prozent aller Beschäftigten in Neu-Ulm arbeiten in schnell wachsenden Branchen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,4 Prozent. Das reicht nur für Rang 325.
    • Auch der Anteil Hochqualifizierter ist gering: Nur 5,7 Prozent aller Beschäftigten im Kreis haben einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Das reicht für Rang 271, durchschnittlich sind bundesweit 7,5 Prozent der Arbeitnehmer hochqualifiziert.
    • Im Landkreis Neu-Ulm gibt es nur 96,3 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Der Bundesdurchschnitt liegt mit 96,8 Lehrstellen knapp darüber. Damit erreicht der Landkreis beim Kriterium Ausbildungsplatzdichte nur Rang 258.