Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Erlangen-Höchstadt

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Erlangen-Höchstadt

    Wenig Arbeitslose, hohe Arbeitskosten

    Der Landkreis Erlangen-Höchstadt belegt mit 61,2 Punkten Platz 14 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Erlangen-Höchstadt Platz 9 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Erlangen-Höchstadt punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Erlangen-Höchstadt lag 2006 mit einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent bundesweit auf Rang 6 aller Landkreise und kreisfreien Städte. Die Arbeitslosenquote in Deutschland betrug im Schnitt 12,2 Prozent.
    • Die Kaufkraft ist im Landkreis Erlangen-Höchstadt recht hoch: Im Jahr 2005 lag die Bruttolohnsumme je Einwohner bei 11.674 Euro. Das bedeutet bundesweit Rang 12. Der Bundesdurchschnitt lag bei 8.523 Euro je Einwohner.
    • Mit einem Demografieindex von 133,2 Punkten kommt der Landkreis Erlangen-Höchstadt bundesweit auf Rang 26. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 100 Punkten. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt.
    • Gut steht der Kreis Erlangen-Höchstadt auch bei der Produktivität da: Im Schnitt erwirtschaftete ein Erwerbstätiger 65.054 Euro. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 53.331 Euro. Damit kommt der Landkreis auf Rang 28.

    Schwächen

    • Die Arbeitskosten sind im Landkreis mit 33.853 Euro (2004) höher als im Bundesmittel. Im Bundesdurchschnitt lagen sie bei 30.561 Euro. Erlangen-Höchstadt liegt damit bundesweit auf Rang 356.
    • Auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen ist in Erlangen-Höchstadt etwas niedriger als im Bundesschnitt: Im Jahr 2005 waren es nur 7,3 Prozent, das ergibt Rang 231. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,4 Prozent.
    • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen liegt im Landkreis Erlangen-Höchstadt mit einem Wert von 3,1 je 1.000 Einwohner unter dem bundesweiten Mittel. Rang 230. Deutschlandweit betrug der Saldo im Durchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Im Landkreis Erlangen-Höchstadt gab es im Jahr 2003 98,4 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Das liegt zwar leicht über dem Bundesschnitt von 96,8 Lehrstellen und bringt Rang 197. Für bayerische Verhältnisse ist das aber nur unteres Mittelfeld (Rang 58 von 96 Kreisen und kreisfreien Städten im Freisstaat).