Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Erlangen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Erlangen

    Ein heimlicher Star unter den Standorten in Deutschland

    Erlangen belegt mit 61 Punkten Platz 13 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Erlangen Platz 8 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Erlangen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Fast in keiner anderen Stadt gibt es unter den Beschäftigten mehr Hochqualifizierte als in Erlangen: 2005 hatten dort 23,6 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent). Das bedeutet Rang 2 im bundesweiten Vergleich und die Spitzenposition in Bayern.
    • Hoch ist auch das Bruttoinlandsprodukt der Stadt. Der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen lag 2004 bei 57.717 Euro je Einwohner und war damit mehr als doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt (24.805 Euro). Rang 7 im Bund, Platz 4 in Bayern.
    • Auch das Einkommen ist kaum zu schlagen: Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem lag 2005 bei 35.864 Euro. Damit sichert sich Erlangen im Bundesvergleich Rang 8 und wird Vizemeister in Bayern. Zum Vergleich: Bundesweit lag das Einkommen im Schnitt bei 25.822 Euro je Beschäftigtem.
    • Rang 9 erzielt Erlangen bei der Einkommensteuerkraft: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag 2004 bei 396 Euro (Bundesdurchschnitt 216 Euro).

    Schwächen

    • Mit vergleichsweise hohen Arbeitskosten von 43.457 Euro je Arbeitnehmer im Jahr 2004 erreicht die Stadt nur Rang 433 im Bundesvergleich und ist Schlusslicht in Bayern. Bundesweit kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt 30.561 Euro.
    • Erlangen leistet sich je 100 Einwohner statistisch gesehen 2,83 Staatsdiener. Das liegt deutlich über dem Schnitt (1,5) und reicht nur für Rang 415.
    • Kommunale Investitionsquote: Nur 7,5 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben wurden im Jahr 2005 investiert. Zum Vergleich: Im Bundesschnitt lag die Quote bei 13,2 Prozent. Rang 352.
    • Hoch war auch die Quote der Straftaten: Im Jahr 2005 verzeichnete Erlangen 8.102 Delikte je 100.000 Einwohner. Bundesweit waren es im Schnitt 6.919. Daher reicht es nur für Rang 318.