Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Ansbach

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Ansbach

    Hohes Bruttoinlandsprodukt, viel Verwaltung

    Die kreisfreie Stadt Ansbach belegt mit 53,1 Punkten Platz 142 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt Ansbach Platz 62 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Ansbach punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Ansbach glänzt mit einem beträchtlichen Bruttoinlandsprodukt: 2004 lag der Wert aller produzierten Güter und Dienstleistungen bei 44.194 Euro je Einwohner. Die Stadt erreicht damit Platz 21 im INSM-Ranking und verpasst in Bayern nur knapp die Top 10 (Rang 11). Bundesweit lag die Wirtschaftsleistung im Schnitt bei 24.805 Euro je Einwohner.
    • Gut zehn Prozentpunkte unter dem Durchschnitt liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Ansbach: 25,1 Prozent der Arbeitslosen hatten 2005 ein Jahr oder länger keinen Job (Bundesdurchschnitt 35,4 Prozent) - Rang 27 bundesweit und Rang 16 in Bayern.
    • Überdurchschnittlich hoch war der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 11,6 Prozent der Beschäftigten waren 2005 hier tätig - Rang 80 im Bundesvergleich, Top 10 in Bayern (Rang 10). Bundesweit lag der Wert im Schnitt bei 8,4 Prozent.
    • Freuen kann sich die Stadt Ansbach über eine recht hohe Einkommensteuerkraft: Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer lag 2004 bei 288 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt 216 Euro). Ansbach erreicht damit Rang 98.

    Schwächen

    • Den letzten Rang im INSM-Bundesvergleich belegt die Stadt beim Indikator Verwaltung. Statistisch betrachtet kommen in Ansbach 4,89 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 Staatsdiener. Rang 435.
    • Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen lag in Ansbach 2004 bei 1,9 je 1.000 Einwohner. Das ist deutlich weniger als im bundesweiten Schnitt (3,3) und bedeutet Rang 412. In Bayern landet Ansbach mit diesem Wert auf dem vorletzten Platz.
    • Nachholbedarf gibt es auch bei der Sicherheit: Mit 8.580 Straftaten je 100.000 Einwohner wurden 2005 deutlich mehr Delikte gemeldet als im Bundesdurchschnitt (6.919). Daher nur Rang 326.
    • Arbeitskosten: Ein Arbeitnehmer in Ansbach kostete sein Unternehmen 2004 im Schnitt 32.273 Euro. Bundesweit lagen die Kosten bei 30.561 Euro. Nur Rang 298.