Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Diepholz

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Diepholz

    Gute Lehrstellenlage, starke Gründungsdynamik, wenig Hochqualifizierte

    Der Landkreis Diepholz belegt mit 53,1 Punkten Platz 143 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Niedersachsen belegt der Landkreis Diepholz Platz 6 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Diepholz punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die Ausbildungsplatzdichte im Kreis ist vergleichsweise gut: Auf 100 Nachfrager kamen 2003 rund 103 Ausbildungsplätze. Rang 3 in Niedersachsen, Platz 27 bundesweit. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Plätze im Angebot.
    • 2004 betrug das Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen 4,3 je 1.000 Einwohner. Diese überdurchschnittliche Gründungsdynamik im Kreis reicht für Rang 72. Der Mittelwert im Bund lag bei 3,3.
    • 29,4 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis Diepholz waren 2005 langzeitarbeitslos. Der Bundesdurchschnitt lag bei 35,4 Prozent. Mit dieser vergleichsweise niedrigen Langzeitarbeitslosenquote kommt der Kreis auf Platz 79.
    • Im Landkreis Diepholz hat man eine vergleichsweise schlanke Verwaltung. 2004 kamen auf 100 Einwohner nur 1,08 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Damit landet der Kreis auf Rang 96. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1,5 Staatsdienern.

    Schwächen

    • Nur 5 Prozent aller Beschäftigen im Kreis Diepholz waren 2005 hochqualifiziert, das heißt, waren Absolventen einer Fachhoch- oder einer Hochschule. Bundesdurchschnitt: 7,5 Prozent. Rang 325.
    • Die Einkommensteuerkraft im Kreis ist relativ gering: Mit einem Gemeindeanteil von 210 Euro je Einwohner im Jahr 2004 kommt der Kreis bundesweit nur auf Rang 259. Im Bund liegt der Schnitt bei 216 Euro. Beachtlich: Innerhalb Niedersachsens reicht dieser Wert noch für Platz 15 unter 46 Kreisen und kreisfreien Städten.
    • Das Bruttoinlandsprodukt ist im Bundesvergleich recht niedrig: 2004 wurden Güter und Dienstleistungen im Wert von 21.296 Euro je Einwohner produziert. Der Bundesdurchschnitt lag bei 24.805 Euro je Einwohner. Rang 247.