Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Kulmbach
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Kulmbach
Gute Gründungsdynamik, aber Lehrstellenmangel
Der Landkreis Kulmbach belegt mit 50,2 Punkten Platz 234 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Kulmbach Platz 83 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Kulmbach punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Landkreis Kulmbach wurden 2004 deutlich mehr Gewerbe angemeldet als abgemeldet. Der Saldo lag bei 5,3 je 1.000 Einwohner. Das reicht für einen hervorragenden 18. Platz im INSM-Ranking und Platz 8 in Bayern. Der Bundesdurchschnitt lag bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
- Als vergleichsweise schlank erweist sich auch die Verwaltung im Kreis: Auf 100 Einwohner kamen 2004 gerade mal 0,89 Staatsdiener (Bundesdurchschnitt 1,50 je 100 Einwohner). Rang 37.
- Punkten kann der Kreis bei der Sicherheit: 4.212 Straftaten wurden im vergangenen Jahr je 100.000 Einwohner gemeldet. Damit liegt der Kreis Kulmbach deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (6.919) und landet auf Platz 66.
- Gut ist auch die Arbeitsplatzversorgung: 62,2 Prozent aller Erwerbspersonen im Kreis hatten 2005 einen Job. Im Ranking reicht das immerhin noch für Rang 134. Zum Vergleich: Bundesweit waren es im Schnitt 59,2 Prozent.
Schwächen
- Mager ist das Angebot an Lehrstellen: 100 Interessenten standen 2003 statistisch betrachtet einem Angebot von nur 87,1 Ausbildungsplätzen gegenüber. Bundesmittel: 96,8 Ausbildungsplätze. Mit dieser vergleichsweise geringen Ausbildungsplatzdichte landet der Kreis Kulmbach am unteren Ende des bundesweiten Rankings (Rang 418) und belegt nur den vorletzten Platz im Freistaat.
- Recht gering ist im Kreis der Anteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss: 2005 lag er bei nur 4,1 Prozent. Dieser Wert bringt nur Platz 390 im Ranking. Bundesweit lag der Anteil Hochqualifizierter bei 7,5 Prozent.
- Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände liegen im Kreis Kulmbach über dem bundesweiten Durchschnitt: Mit 1.885 Euro je Einwohner im Jahr 2004 muss sich Kulmbach mit Rang 349 zufrieden geben. Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro.
- Unter Durchschnitt liegt im Kreis auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: 5,3 Prozent waren es im vergangenen Jahr - deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt (8,4 Prozent). Deshalb nur Rang 340.
