Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Hof

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Hof

    Schlanke Verwaltung, wenig Lehrstellen und Jobs in Wachstumsbranchen

    Der Landkreis Hof belegt mit 48,6 Punkten Platz 268 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Hof Platz 90 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Hof punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Hof punktet mit einer recht schlanken Verwaltung: Je 100 Einwohner gab es im Jahr 2004 statistisch gesehen 0,8 öffentlich Beschäftigte. Im Bundesdurchschnitt sind es 1,5 Staatsdiener. Damit sichert sich Hof Rang 18 im INSM-Ranking. In Bayern reicht es für Platz 14.
    • In Landkreis Hof lebt es sich sicher: Mit 4.077 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner im Jahr 2005 liegt der Kreis deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (6.919 Straftaten) und landet auf einem guten 58. Platz.
    • Rang 132 sichert sich der Kreis bei den Gewerbeanmeldungen. Der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen lag 2004 bei 3,8 je 1.000 Einwohner. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Wert im Schnitt bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Im vergangenen Jahr gab es im Landkreis Hof je 100 Einwohner statistisch gesehen 3,9 Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Bundesmittel: 6 Prozent. Platz 142.

    Schwächen

    • Schlusslicht ist der Landkreis dagegen beim Anteil an Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen: Mit nur 2,5 Prozent aller Beschäftigten im Jahr 2005 landet Hof auf dem letzten Platz des Rankings. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 8,4 Prozent.
    • Nachholbedarf gibt es auch auf dem Lehrstellenmarkt: Die Wirtschaft im Landkreis Hof konnte 2003 100 Nachfragern statistisch gesehen nur 91,8 Ausbildungsplätze anbieten (Bundesdurchschnitt 96,8). Mit dieser Ausbildungsplatzdichte reicht es nur für Rang 359.
    • Weit unter dem Durchschnitt ist auch der Anteil Hochqualifizierter im Kreis Hof: Nur 4,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten vergangenes Jahr einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss in der Tasche (Bundesdurchschnitt 7,5 Prozent). Rang 356.
    • Statistisch betrachtet hatten im Landkreis Hof nur 27,1 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen Job. Bundesweit lag die Quote bei 29,4 Beschäftigten. Bei der Altersbeschäftigungsquote erreicht der Kreis damit nur Rang 345.