Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Forchheim

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Forchheim

    Hohe Kaufkraft, wenig Jobs in Wachstumsbranchen, wenig Straftaten

    Der Landkreis Forchheim belegt mit 57,5 Punkten Platz 46 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Bayern belegt der Landkreis Forchheim Platz 22 unter 96 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Forchheim punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Forchheim ist ein sicheres Pflaster: Mit 3.378 gemeldeten Straftaten je 100.000 Einwohner im Jahr 2005 kann sich der Kreis Rang 18 im INSM-Ranking sichern und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (6.919 Straftaten). In Bayern landet der Kreis Forchheim auf Platz 15.
    • Auch bei der Kaufkraft spielt der Landkreis Forchheim vorne mit: Die Bruttolohnsumme betrug im vergangenen Jahr 10.533 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt 8.523 Euro je Einwohner). Damit erzielt der Landkreis einen respektablen 37. Platz.
    • Unter den Top 50 ist der Kreis auch bei der Arbeitsplatzversorgung: 65,9 Prozent der Erwerbspersonen gingen 2005 einer sozialversicherungspflichtigen oder geringfügigen Beschäftigung nach - Rang 40 in dieser Kategorie. Zum Vergleich: Bundesweit lag der Anteil bei 59,2 Prozent.
    • Mit statistisch betrachtet 2 Arbeitslosengeld-II-Empfängern je 100 Einwohner im Jahr 2005 erreicht der Landkreis Forchheim auch hier einen sehr guten 40. Platz. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6 ALG-II-Empfängern je 100 Einwohner.

    Schwächen

    • Weniger gut sieht es bei der Zahl der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen aus: Hier landet der Landkreis Forchheim mit 5,2 Prozent aller Beschäftigten im Jahr 2005 auf Rang 356 (Bundesdurchschnitt 8,4 Prozent).
    • Mäßig ist auch das Ergebnis beim Bruttoinlandsprodukt: Mit produzierten Gütern und Dienstleistungen im Wert von 17.622 Euro je Einwohner im Jahr 2004 muss sich der Kreis mit Rang 343 begnügen. In Bayern reicht es sogar nur für Platz 92. Bundesweit lag das durchschnittliche BIP bei 24.805 Euro je Einwohner.
    • Arbeitskosten: Ein Arbeitnehmer im Kreis kostete sein Unternehmen 2004 im Schnitt 31.952 Euro (Bundesdurchschnitt 30.561 Euro). Rang 284.
    • Nachholbedarf gibt es auch auf dem Ausbildungsmarkt: Statistisch gab es im Kreis im Jahr 2003 nur 95,9 Ausbildungsplätze für 100 Nachfrager. Im bundesweiten Schnitt waren es 96,8 Ausbildungsplätze je 100 Nachfrager. Rang 271.